Kolumnen
01/15/2019

Lesen, Schreiben, Ethik

Verpflichtender Ethikunterricht kann bewirken, dass weniger soziale Geisterfahrer auf allen Kommunikationskanälen unterwegs sind

von Birgit Braunrath

Grundkenntnisse in Lesen und Schreiben erleichtern das Zusammenleben. Wie sehr würden erst Grundkenntnisse in Ethik das Zusammenleben erleichtern?

Ethik soll – so die Theorie – in einer immer komplexer werdenden Welt Grundbegriffe für moralisches Handeln und sittliches Entscheiden vermitteln. Anwenden muss man diese dann, je nach Situation, selbst. Somit ginge es beim Ethikunterricht darum, eine Art Führerschein für menschlich-redliches Verhalten zu erlangen, um dann gesellschaftlich so zu verkehren, dass es nicht ständig zu Auffahrunfällen und Kollisionen wie Hasspostings, Mobbing oder  Diskriminierung kommt.

Die geplante Einführung des Ethikunterrichts als verpflichtendes Ersatzfach für Ab-Zehnjährige, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, ist eine Schmalspurvariante, die klug gewählt ist, weil sie eine Reihe von Verunmöglichungsargumenten geschickt umfährt. Sie kann aber nur der Anfang sein. Denn Ethik ist kein Ersatz für Religion, sondern die Grundlage.

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