Kolumnen
12/21/2021

Lachen aus der Konserve

Wenn jetzt auch noch das Lachen in Konkurs geht, ist der Spaß vorbei.

von Birgit Braunrath

Nachdem schon der Karneval 2021 nicht auf die Straßen durfte, schaut es für die Faschingssaison 2022 kaum besser aus. Derzeit hagelt es Faschingsumzugsabsagen von Mainz bis Mödling. Gestern sagte das Kölner Karnevalskomitee auch alle Saalveranstaltungen ab. Der Wiener Philharmonikerball 2022 wurde nun ebenso abgesagt wie der Opernball.

Der Fasching geht also wieder in Kurzarbeit und wird, wie schon 2021, höchstens eine Videogrußbotschaft hier und einen Zoom-Tanzabend da hervorbringen. Das Schlimmste aber, das werden die TV-Bühnenformate vor leeren Sitzen mit eingespielten Lachkonserven sein. Nichts macht die Tristesse der Pandemie so greifbar wie schallendes Publikumslachen, das in Wahrheit längst verklungen ist. Kann man Lachen konservieren? Einfrieren? Nein. Wenn das Lachen gefriert, ist es nicht mehr lustig.

Hingegen kann der heftigste Streit zwischen zwei Menschen Auflockerung erfahren, wenn beide plötzlich lachen müssen. Wer gemeinsam lacht, hört auf, gegeneinander zu kämpfen.

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