Kolumnen
12/20/2018

Kopf im Sand

"Ohrwaschl": Gebt den Tieren Namen! Die Wissenschaft nimmt fürs Tierreich gern Anleihe im Menschenreich.

von Birgit Braunrath

Eine wurmähnliche Amphibienart aus Panama soll jetzt nach einem gewissen – oder gewissenlosen – Donald Trump benannt werden: Dermophis donaldtrumpi, so der vorgesehene Name für den Schleichenlurch, der durch den Klimawandel vom Aussterben bedroht ist und  gern seinen Kopf in den Sand steckt – „so wie Donald Trump, wenn er den wissenschaftlichen Konsens über den menschengemachten Klimawandel ignoriert“, lautet die offizielle Begründung.

Gesucht wird jetzt eine noch unbenannte Chamäleonart, um sie nach H.C. Strache zu benennen, weil dieser virtuos die Farbe wechselt, wenn er als Staatsmann und demnächst werdender Vater menschelnd und in väterlicher Sorge sein Handy nicht aus den Augen lässt, jedoch als FP-Chef unmenschelnd eine Politik vertritt, die etwa eine schwangere Iranerin von Mann und Kind trennte. Ebenfalls gesucht: eine neue Schlangenart, die sehr große Brocken im Ganzen schlucken kann, ohne daran zu ersticken. Die könnte dann nach Sebastian Kurz benannt werden, der schweigend eine Krot nach der anderen schluckt, die ihm sein Koalitionspartner serviert.