Kolumnen
11/12/2020

Kevin-Knuffelcontact

Weniges bringt die Tristesse unserer Zeit so auf den Punkt wie das Wort „Knuffelcontact“.

von Guido Tartarotti

Weniges bringt die Tristesse unserer Zeit so auf den Punkt wie das Wort „Knuffelcontact“.

Knuffelcontact klingt wie etwas, was man bei Ikea belustigt für ein paar Sekunden in die Hand nimmt, aber dann doch wieder weglegt (danke meiner Kollegin Julia Pfligl für die Inspiration). Knuffelcontact klingt wie ein Katzenname, der in manchen Wiener Bezirken innerhalb des Gürtels als originell gilt. (Vielleicht heißen Kinder schon bald Kevin-Knuffelcontact oder Josefa-Aurora-Knuffelcontacta). Knuffelcontact klingt wie ein Brettspiel, das zu Weihnachten verschenkt, aber nie gespielt wird. Knuffelcontact klingt wie ein Geräusch, auf das man mit „Gesundheit!“ antwortet.

Knuffelcontact ist ein aus Belgien stammender Begriff, der gerade die ganze Welt infiziert. Er bezeichnet die Möglichkeit für Singles, trotz Lockdowns einen anderen Menschen zwecks Austausch von Körperlichkeiten einzuladen. Vielleicht wird das ja der neue Anmachspruch: Darf ich dich knuffelcontacten?

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