Soll ja alles flüssig laufen: Wo Wasser wirklich noch Sinn macht
Der Juni ist eigentlich ein ausgefuchster Monat. Und das Schlimmste ist, dass er ab und zu sogar sehr heiß werden kann und damit immer wieder den gemeinen Menschen überrascht und überrollt.
Aber wie es für jedes Wetter die passende Kleidung gibt, hat man auch die Gelegenheit, eine der Temperaturen angemessene Sportart auszuüben. Nachdem das Laufen bei 35 Grad eher ins Wasser fällt, schaue ich, dass ich es tu. Allerdings wähle ich da eher Hallenbäder, die zu dieser Zeit fast leer sind, in den Freibäder kommt man kaum dazu, ohne Kollisionen gewisse Längen abzuspulen. Aber mit der Zeit kam ich dann doch drauf, dass dieselbe beim Schwimmen kaum vergeht.
Die Pulsuhr darf natürlich auch da mit, nach einer gefühlten halben Stunde zeigt sie zwei Minuten an. Schwimmen mag gesund sein, aber auch sehr langweilig. Vor allem, wenn man alleine Runden dreht. Die spannendsten Wendungen sind noch die Wenden. Wenigstens gibt es verschiedene Schwimmstile, um Abwechslung in die verwässerte Angelegenheit zu bringen.
Hitzeschlacht
Aber alles besser als ein Halbmarathon vor einigen Jahren, bei dem wir durchs St. Pöltner Umland liefen. Das war ebenfalls Mitte Juni, Startschuss war um 11 Uhr Vormittag. Am aufgeheizten Asphalt hatte es rund 40 Grad. Das war nicht wie beim Schwimmen eine Geduldsprobe, sondern eine Mutprobe. Vor allem, weil es in den Dörfern keine Verpflegungsstationen gab (da wäre Wasser gut gewesen), bei den Landwirten wollten wir auch nicht anklopfen, die haben uns auch so schon schräg angeschaut. Und nachgerufen: „So deppert is net amoi mei Kuah!“
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