Kolumnen 29.04.2018

Gute Nachrichten

© Bild: Jeff Mangione

Ohrwaschl: Man hatte den Eindruck, dass die Menschen aufatmen. Wenn gute Nachrichten so gut wirken, sollte es mehr davon geben

Am Freitag war man sich nicht sicher: Ist die Welt besser geworden und hat sie deshalb jetzt auch Platz für gute Nachrichten? Oder ist die Welt schon so schlecht, dass sie sich an gute Nachrichten klammert wie eine Ertrinkende an einen Strohhalm? Sogar die seriöse ZiB2 war randvoll mit „good news“: Besuch und Gegenbesuch der beiden Korea-Machthaber (wenn auch jeweils nur auf einen Sprung); Donald Trump gibt Angela Merkel die Hand; Waffenstillstand bei ABBA ...

Und plötzlich hatte man den Eindruck, dass die Menschen aufatmen. Wenn gute Nachrichten so gut wirken, sollte man mehr davon bringen: Der dritte Fahrstreifen der A1 zwischen Matzleinsdorf und Pöchlarn  wurde gestern freigegeben. Es handelt sich mutmaßlich um die erste Baustelle der Welt, die früher als geplant fertig war. Der jüngste Briten-Prinz hat bereits einen Namensvetter: Ein Trampeltier im Zoo von Blackpool wurde ihm zu Ehren Louis genannt. Die österreichische Bundesregierung wird gelobt (wenn auch von sich selbst). Der Vizekanzler: „Ich bin überrascht, wie toll wir arbeiten.“ Und die gute Nachricht: Es bleibt warm.

 

( kurier.at , BB ) Erstellt am 29.04.2018