Kolumnen
07/18/2020

Die Rose und die Bombe

Was Kernwaffen und Blumen gemeinsam haben: wenig.

von Guido Tartarotti

Vor 67 Jahren wurde in Deutschland die Atombombe erfunden. Sie ist feurig-scharlachrot und entstand aus einer Kreuzung von „Obergärtner Wiebecke“ und „Kordes Sondermeldung“.  Die Atombombe ist eine Rose, entwickelt vom Züchter Wilhelm Kordes II. in Klein Offenseth-Sparrieshoop in Schleswig-Holstein.

Die andere Atombombe, die, welche keine Rose ist, wurde vor 75 Jahren zum ersten Mal gezündet, am 16. Juli 1945 auf einem Testgelände in New Mexico. Am 6. und 9. August wurden dann Atombomben auf die Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen.
Heute gibt es knapp 14.000 Atomsprengköpfe, das reicht, um die Menschheit gleich mehrmals auszulöschen – die Gesamtsprengkraft entspricht der 2.500-fachen Waffenwirkung des ganzen Zweiten Weltkriegs.

Die Rose „Atombombe“ setzte sich übrigens nicht durch und wurde bald vom Markt genommen. Das kann man über ihre Namenscousine leider nicht sagen.

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