Kolumnen
09/04/2018

Bussibussi

"Ohrwaschl": Geht der Kasperl in Pension?

von Guido Tartarotti

Erinnerungen an die Kindheit: Jede Woche nahm ich mir vor, an die Kasperlpost eine Postkarte zu schreiben. (Postkarte, das war eine Art WhatsApp-Nachricht, nur ausgedruckt, oder ein Instagram-Posting, nur ohne Bild.) Abgeschickt habe ich sie nie.


Das Kasperltheater in der Wiener Urania steht vor der Schließung, denn der Leiter geht in Pension. Im April 2019 wird Pezi zum letzten Mal sein Abschieds-Gedicht aufsagen („Liebe Kinder, liebe Leute, unser Spiel ist aus für heute ...“). Kasperl, Pezi, Onkel Rappelkopf, der freundliche Drache Dagobert („ Bussibussi!“) und seine Tochter Lalobe sind dann arbeitslos (vielleicht werden sie dann beim AMS umgeschult, machen eine Lehre und verkaufen dann in einem Supermarkt Tiefkühlgemüse, so wie der alte James Bond, der jetzt mit Gurken und Garnelen ringt statt mit von Weltvernichtungsfantasien gebeutelten Böslingen)

Ein bissl Zeit bleibt  nur noch, doch noch an die Kasperlpost zu schreiben. Krawuzikapuzi!
 

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