Erst das Drehbuch, dann die Liebe
Wenn Stars schweigen, dann gern am Höhepunkt ihres Ruhms. Nix sagen, was heikel sein könnte. Ganz oben auf der Liste: Pantscherln, Affären, Techtelmechtel, sprich Romanzen und Flirts aller Art. Das muss im Kino stattfinden, im Interview: lieber nicht. Erst wenn die Prominenz ergraut wie die Schläfen, sich die Schönheit nach innen wendet oder es ein Buch zu verkaufen gilt, wird frohgemut aus dem Nähkästchen geplaudert.
Sexuelle Spannung
Vor ein paar Jahren etwa erzählte Geena Davis, wie Jack Nicholson sie am Anfang ihrer Karriere angebraten hat. Ein Zettel unter der Tür mit seiner Nummer und der Bitte um Anruf. Sie ließ ihn abblitzen, auch weil Dustin Hoffman ihr geraten hatte: Schlaf nie mit deinem Co-Star! Auch seine Formulierung, um unerwünschte Avancen abzuwehren, beherzigte sie: „Ich würde gerne, aber wir werden in Zukunft sicher zusammenarbeiten, und das würde die sexuelle Spannung zwischen uns ruinieren.“
Genau diese Spannung macht jetzt die romantische Netflix-Komödie „Office Romance“ mit Jennifer Lopez zum Welthit. Hauptdarsteller Brett Goldstein dürfte es darauf angelegt haben. Schon 2022 ließ er wissen, er sei lange überzeugt gewesen, „dass ich eines Tages J.Lo heiraten würde“. Das Ziel scheint er mit Eifer und langfristig verfolgt zu haben: Das Drehbuch des Films hat er selbst verfasst. Und sich dann als Held selbst besetzt. Jetzt heißt es, Lopez und er hätten sich auch in echt verliebt.
Dafür wird er im Internet gefeiert. Etwa von Singles mit Dating-App. Eine Userin schrieb: „Ab sofort müssen meine Matches mir erst eine Rom-Com pitchen, bevor sie meine Nummer bekommen.“ Ideen braucht der Mann.
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