Kolumnen
12/17/2020

90 und hellwach

Sepp Forcher wird heute 90. Alte Menschen gelten im Jahr 2020 als "vulnerabel", sind aber oft so viel mehr als nur das.

von Birgit Braunrath

Ältere Menschen werden seit März automatisch mit dem bis dahin kaum gebräuchlichen Prädikat "vulnerabel" versehen. Ist natürlich gut gemeint. In einer Pandemie sind Menschen höheren Alters stärker gefährdet – also vulnerabel (was so viel heißt wie verwundbar, verletzlich).

Vor Kurzem aber zeigte ORF 2 die Doku "Goldener Herbst", in der Menschen um die 90 so viel mehr waren als vulnerabel. Von Waltraud Haas bis Hugo Portisch, von Renate Holm bis Sepp Forcher sah man schillernde, wache, lebendige Wesen, die vielleicht körperlich schutzbedürftiger sind als Jüngere, geistig und weltanschaulich aber mitunter mehr zu sagen haben als manche ihrer Nachfolger.

Heute, am 17. 12., ist Sepp Forchers 90. Geburtstag. Erst im Vorjahr begab sich der Moderator nach der Aufnahme seiner 200. Sendung "Klingendes Österrreich" in den Ruhestand. Und Karl Merkatz, der genau heute vor einem Monat 90 wurde, sagte einmal auf die Frage, ob im Alter der Kopf nachlasse, den wunderbaren Satz: "Ach, an den denk’ ich gar nicht!" Haare und Bart werden weiß, der Mensch aber bleibt bunt.

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