Vier junge Reporter_innen - berichten über ihre eigene - "verrückte Zeitung"

© Heinz Wagner

Kiku
08/25/2020

Trotz Corona: Die Kinderstadt im Wiener Rathaus lebt – und wie

Um schneller Jobs frei zu kriegen, beschlossen die Kinder-Abgeordneten eine kürzere Mindest-Arbeitszeit.

von Heinz Wagner

Die erste größere Kinderveranstaltung in diesen Sommerferien, die Kinderstadt „Rein ins Rathaus“ erfordert natürlich entsprechende Maßnahmen (der Kinder-KURIER berichtete bereits im Vorfeld.) Anmeldung erforderlich. Nasen-Mund-Schutz und Abstand sowieso. Kein Bargeld – Holli Cent werden nur im Geldheft als Einnahmen und Ausgaben eingetragen. Und die Höchst-Arbeitszeit am Stück beträgt eine halbe Stunde – damit trotz Begrenzung Jobs frei werden.

Eröffnung(sreden) von Politiker_innen - der Kinderstadt und von ganz Wien ...

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Aber auch das war zu wenig, die Schlangen am Arbeitsamt lang. Und so brachte die – noch aus dem Vorjahr amtierende – Regierung  unter anderem einen Gesetzesvorschlag ein, auch eine Mindestarbeitszeit von ¼-Stunde einzuführen. Der wurde mit großer Mehrheit von der Sitzung der Abgeordneten aus allen Bereichen und Stationen angenommen.

Sitzung der Abgeordneten, die über die neuen Gesetzesvorschläge diskutieren und abstimmen

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Erste Sitzung der am Tag 1 gewählten Regierung ...

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Fünf Bürgerinnen und Bürger kandidierten für die erste Wahl am Montagnachmittag – und teilten sich nach der Wahl die Verantwortungsbereiche – von Finanzen über Stadtplanung bis Gesundheit – auf. Bürgermeister_in wird automatisch jenes Kind mit der höchsten Stimmen-Anzahl.

Anmeldung ...

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Warteschlangen auch beim Arbeitsamt ...

In der Gärtnerei ...

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In der Schachtelstadt ...

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Beim Shop ...

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Im Kunstatelier ...

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Tourismus-Info

Bank und Geldwechsel-STube

Rathaus und andere Ämter ...

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Achja, wer die Kinderstadt – heuer zum 18. Mal – kennt, vermisste vielleicht die Kugeln (Murmeln) mit denen bisher die Stimme in Röhren in der Wahlkabine abgegeben wurden. Auch das aus bekannten Gründen. In diesem Jahr wählen alle an ihren Arbeitsplätzen mit je einem eigenen Stimmzettel und eigens gebastelten Sichtschutz-Kartons. Wer gerade keinen Job hat, kann in einer eigenen Wahlkabine im großzügig bestückten Hof – mit viel Abstand – wählen.

Erst Hände desinfizieren - wie bei allen Stationen, hier aber auch Schutz-Handschuhe überziehen ...

Obstspieße und Gemüsebrote ...

…. werden zubereitet ...

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… und Popcorn ...

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… auch mobile Verkäufer_innen sorgen für Nahrung ...

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Apropos Bürgermeister_in.  Da staunten alte „Hasen“ und „Häsinnen“ nicht schlecht, als sie die immer obligatorischen Sanitäterinnen am ersten Tag sahen: Flora und Fiona Hana – vor ein paar Jahren waren sie sehr aktive Bürgerinnen der Kinderstadt. Viele Male kandidierten sie. Mitunter hatten sie schwierige Krisen zu meistern. Was ihnen jedes Mal hervorragend gelungen ist. Heute sind die Studentinnen ehrenamtliche „Sanis“ bei den Johannitern ;)

Fiona und Flora Hana, beide waren als Kinder nicht nur viele Jahre in der Kinderstadt, sondern auch oft Bürgermeisterinnen ...

…. am ersten Tag von Rein ins Rathaus 2020 tauchten sie als Sanitäterinnen auf - ehrenamtlich arbeiten sie seit Jahren bei den Johannitern ...

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... auf der Treppe mit rotem Teppich - manchmal ging bis fast hier hinauf die Warteschlange bei der täglichen Wahl ...

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Natürlich gibt’s auch jede Menge Medien in der Kinderstadt m- vom Rathausreport übers Radio bis zur Kinder-Tageszeitung und einem Stadtfernsehen. Die Kinderstadt-Zeitung erhielt Besuch von vier Jung-Kolleg_innen. Emilia, Flora, Valentin und Daria waren in den Ferien auf die Idee gekommen, eine eigene Zeitung zu erstellen, „weil uns langweilig war“, wie sie in der Kinderstadtzeitung über ihre Beweggründe schrieben. „Unser Motto war: Hauptsache verrückt, … weil wir nicht auf Rechtschreibfehler achten wollten…“ Wobei manche voll beabsichtigt waren – so erschufen sie ein Maskottchen für ihre „verrückte Zeitung“ und nannten es „Kräsii“ – was „crazy“ (das englische Wort für verrückt) bedeuten soll.

Rathausreport ...

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Beim Radio ...

Reporterinnen und Reporter füllen die Kinderstadt-Zeitung ...

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... und ein genialer Sekretär schupft die Organisation ...

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Besuch von Jung-Kolleg_innen, die in den Ferien eine eigene, die "verrückte Zeitung" produzierten und ...

… darüber in der Kinderstadt-Zeitung geschrieben haben ...

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Update, neues Arbeitszeitgesetz am zweiten Tag

Weil er sich aber dann doch nicht überall bewährt hat, beschlossen die Abgeordneten des zweiten Tages, dies wieder zu ändern – Neue Mindestarbeitszeit – wie schon in den Jahren davor: ½ Stunde. Dafür stimmten die Kinder-Politiker_innen für eine Verlängerung der heuer eingeführten Höchst-Arbeitszeit von einer halben auf eine ganze Stunde.

Zu den Tageszeitungen der Kinderstadt

Zur ersten Ausgabe der Kinderstadt-Zeitung 2020 geht es hier.

Zur zweiten Ausgabe der Kinderstadt-Zeitung 2020 geht es hier.

Zur Ausgabe von Tag 3 (Mittwoch) geht es hier.

Zur vierten Zeitung - Donnerstag - geht es hier.

Die fünfte Ausgabe - auch mit vielen Beiträgen, die nicht in der gedruckten Nachmtitags-Ausgabe erscheinen konnten - gibt es hier.

Zu allen Ausgaben - gesammelt - samt den Plakaten der Kandidat_innen aller fünf Wahlen und jenen der fünf Regierungen geht es hier.

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