Kochlehrerin Michaela Hilpold musste einiges lernen für Home-Teaching

© Matthias Eisterer

Kiku
04/08/2020

Vom Rücklauf der Jugendlichen sehr positiv überrascht

Eine der Kochlehrer_innen der öffentlichen Wirtschafts- und Tourismusschule Bergheidengasse erzählt dem Kinder-KURIER.

von Heinz Wagner

„Von der Rücklaufquote war ich positiv überrascht“, gesteht Michaela Hilpold. Sie unterrichtet als Praxislehrerin Ernährungslehre, Küche und Restaurantmanagement (servieren) in der HLTW Bergheidengasse in Wien-Hietzing (öffentliche höhere Schule für Tourismus und Wirtschaft), aber auch Getränkekunde an der Pädagogischen Hochschule.

Für sie war die Umstellung – natürlich wie für alle im Schulbereich überfallsartig in weniger als einer halben Woche vor Mitte März – eine große. „Ich musste mich erst organisieren in Sachen eLearning. Ich hab viel dazugelernt. Durch zwei YouTube-Tutorials hab ich mir den Umgang mit MS Teams und Moodle (Lernplattform) selber beigebracht.“

Aber gerade das Kochen hätte, so die Lehrerin, den Schülerinnen und Schülern auch sichtlich Spaß gemacht, einmal im Home-Schooling weg vom Computer und praktisch aktiv. Das habe sie an den vielen Videos bemerkt, ja förmlich gespürt, so Hilpold zum Kinder-KURIER. „Obwohl die Anforderung nur war, einige Fotos von der Arbeit und vom Endprodukt zu schicken, haben sehr viele Videos gemacht.“

Schüler_innen freie Hand lassen

Die eine Aufgabe – siehe auch die Interviews mit den beiden Schülerinnen – sei es gewesen, etwas Vegetarisches oder Veganes zu kochen. „Da hab ich den Schülerinnen und Schülern freie Hand gelassen. Was sie kochen war ganz ihnen überlassen, wir wollten sie ja auch nicht unbedingt einkaufen schicken.“

Und für Service gab’s Arbeitsblätter und Grundinfos über drei Käsegruppen. Das ist Thema im dritten Jahrgang. Die Schüler_innen mussten sich Käsesorten aussuchen, sie nennen, verkosten, ein Verkostungsprotokoll erstellen und einen Käseteller anrichten.

„Wir haben uns alle relativ gut einstellen können auf die neue Situation. Wir mussten und wollten das Beste draus machen – auch um die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Abschlussprüfung vorzubereiten.“

Hilpold unterrichtet in diesem Schuljahr in den 3. und 4. Jahrgängen und in der vierten Klasse steht eigentlich die Vorprüfung für die Matura in den praktischen Fächern an. Die sind nun – nach längerer Ungewissheit - auf den Herbst verschoben.

Follow@kikuheinz

 

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