© Privat, Heinz Wagner/Montage: KiKu

Kiku
06/15/2020

Die Gewinner_innen bei den Jüngsten

„SAG’S MULTI!“ 2019/20: Sieger_innen der Kategorie 1 (7. und 8. Schulstufe)

von Heinz Wagner

Die diesjährigen Gewinner_innen in allen drei Kategorien wurden jeweils in Videos von erfolgreichen Teilnehmer_inenn vergangener Jahre vorgestellt.

Evangelia Gimatzidi (13), Akademisches Gymnasium Wien 1, Griechisc
Präsentiert von Tina Horrieh - hat 2011/12 mit Farsi teilgenommen, ist heute 22 und studiert Physiotherapie an der FH, Campus Wien.

„Heute bin ich hier erschienen, weil ich Sie davon überzeugen will, dass Migration wichtig ist, um die Globalisierung zu stärken! Heute bin ich hier erschienen, weil ich mir auch vorgenommen habe mit Ihnen darüber nachzudenken, dass sehr viele Menschen gegen Migration sind, weil sie menschliche Beziehungen nach Geschlechts-, sozialen, religiösen, ethnischen und vor allem rassistischen Kriterien beurteilen. Denken Sie, das ist richtig? Ich bin davon überzeugt, dass es äußerst falsch ist! Jeder Mensch ist gleich! Egal ob er Frau oder Mann, reich oder arm, Christ oder Jude, Österreicher oder nicht Österreicher, schwarz oder weiß ist.“

Zu ihrer Finalrede geht es hier unten

Lin Shaarawi (13), NMS Sir-Karl-Popper-Schule in Wien 15, Arabisch
Präsentiert von Marina Kojić - eine Gewinnerin 2011/12; Serbisch, 23 – studiert Medizin und Wirtschaft, arbeitet im AKH, Ziel: Gesundheitsökonomie.

„Ich glaube, dass ich, die vom Krieg kommt, die Fliehende von Tod und Angst, die Überlebende der Bomben, die Zeugin von Tausenden Toten, Waisen und Obdachlosen, das Recht hat die Welt zu fragen: Warum in zwei Monaten die Schutzmasken ausgegangen sind, aber die Bomben und Waffen in 9 Jahren nicht …..“

„Wir erzählen die Geschichten nicht, damit die Kinder einschlafen, sondern damit die Menschen aufstehen.“

Zu ihrer Finalrede geht es hier unten

Ronja Fenneberg, NMS Telfs-Weissenbach, Englisch als erlernte Fremdsprache
Präsentiert von Shama Ajoubi - 2017/18, Paschto (Afghanistan); 19 – studiert Philosophie an der Uni Wien und macht ein Praktikum in einem Laboratorium.

„Was willst du werden, wenn du groß wirst?“, ist eine Frage, die man hier bei uns schon seit jungem Alter gestellt bekommt. Aber leider passt diese Frage nicht ganz zu den Flüchtlingen. Bei ihnen passt mehr, „Was willst du werden, falls du groß wirst?“ Ja, das mag vielleicht böse von mir klingen. Aber von dem, was ich über die Lebensqualität dieser Leute herausgefunden habe ist das leider vollkommen plausibel.

Zu ihrer Finalrede geht es hie unten

Anastasija Šuljimanac (13), Modularen Mittelschule Aspern in Wien 22, Serbisch
Präsentiert von Eidel Malowicki - Preisträgerin 2014/15, Jiddisch; 18 – studiert Soziologie und Politikwissenschaften an der Uni Wien, engagiert sich in mehreren Projekten insb. Gegen Antisemitismus und für eine pluralistische Gesellschaft.

Ich bin oft in Situationen gekommen, wo mir meine Freunde erzählt haben, dass sie von zuhause keine Liebe und Aufmerksamkeit bekommen. Ich habe das Glück, dass ich alls das viel mehr von zuhause, von meiner Mutter und meiner gesamten Familie bekomme – und das ist das ausschlaggebende. All das macht mich zu jemanden, der ich sein muss und zu jemand, wenn ich niemand sein muss.

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Filip Čondrić (13), NMS St. Elisabeth, Wien; Kroatisch
Präsentiert von Mona Shama - 2009/10, Arabisch; 24 – hat Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien studiert, heute Projektkoordinatorin u.a. für „SAG’S MULTI!“ im Verein Wirtschaft für Integration.

„Aber die Armut ist da. Sie lässt sich nicht mit den Kopfhörern der gestressten Passanten übertönen. (…) Auch wenn man von all den schrecklichen und traurigen Dingen im Leben den Blick abwendet, verschwinden sie trotzdem nicht. Das würde bedeuten alles loszulassen und aufzugeben, nicht mehr für die Sachen zu kämpfen, die uns wichtig sind. Wollen wir das wirklich?“

Zu seiner Finalrede geht es hier unten

Viktoria Fekete (14), Sport-Mittelschule Tulln (NÖ), Ungarisch
Präsentiert von Fariza Bisaeva - eine Gewinnerin 2016/17, Tschetschneisch, 20 – studiert islamische Theologie an der Uni Wien.

„Ich möchte mich und meine Talente frei entfalten dürfen, unabhängig von meinem Geschlecht. Und dabei lasse ich mich nicht mit einem Gender-Gap abspeisen! Wer ist schon gerne in einem Spalt?

(...) Und so werden diese Wertvorstellungen weiter und weiter an die nächsten Generationen gegeben. Vielleicht sollten wir einfach versuchen, Kinder möglichst ohne Geschlechterrollen zu erziehen. Vielleicht würden sich viele Fragen gar nicht stellen oder Konflikte gar nicht entstehen (..) Niemand soll sich in ein Korsett zwängen, in einen Körper einsperren lassen, indem er sich nicht wohl fühlt.“

Zu ihrer Finalrede geht es hier unten

Sahra Ildiz  (13), WMS Kauergasse (Wien), Türkisch
Präsentiert von Molinda Chhay – 2010/11; Khmer (Kambodscha), 23 – studiert Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der WU Wien, arbeitete während des Studiums als Gerichtsdolmetscherin, Studienaufenthalte in Shangai und Tokio sowie ein Auslandspraktikum in Amsterdam.

„Und was ist der Grund dieser Kriege? Geld? Landgewinn? Mehr Einfluss? Bodenschätze? Macht? Gerechtigkeit? Hass? Oder Religion? 

Was? Was ist der Grund? Ich sage es Ihnen. Die einfachen Menschen, wissen nicht einmal, wieso gestritten wird und Kriege geführt werden. Gründe kann es geben. Aber es leiden immer Unschuldige, Zivilisten und Kinder Die Lösung kann nicht sein, dass wir uns gegenseitig umbringen.“

Zu ihrer Rede geht es hier unten

Sahra Ildiz wechselte zwischen Deutsch und Türkisch - eine der Gewinner_innen in der jüngsten Altersgruppe ...

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