Thomas Conrad Brezina mit dem Blick auf die App, wo hier "Schurli", der älsteste Schönbrunn-Bewohner (120 Jahre) zu sehen ist.

© Heinz Wagner

Kiku
08/13/2019

Auf den Spuren des rosa Elefanten

Thomas Brezina entwickelte App für den Tiergarten Schönbrunn. Testbericht einer 12-Jährigen. Nun auch mit schauTV-Beitrag.

„Das erste Tier kann kräftiger zubeißen als ein Löwe. Folge dem rosa Elefanten, um es zu finden!“ Das sagt dir Thomas Conrad Brezina, wen du die Zooabenteuer-Tour gefährliche Tiere wählst und vom Eingang Hietzing den Tiergarten Schönbrunn betrittst. Folgst du der kleinen gezeichneten Figur auf dem Bildschirm deines Smartphones, so landest du – im Aquarien-Terrarienhaus.

Und hast nun drei Tiere zur Auswahl: Krokodil, Riesenschildkröte und Gabunviper. Drückst du auf eine der beiden zuletzt genannten, kommt ein „leider falsch“ samt dem Kopf des Beulenkrokodils in großem grünen Kreis. Dazu tauchen so manche Infos auf, etwa die von mehr als 60 spitzen Zähnen und wie der Pfleger hier - und was füttert, ohne selbst gebissen zu werden. Du kannst auch raten, ob das Männchen „Schnappi“ oder „Durango“ heißt.

Geschichten erzählen

Dienstagmittag wurde die App von ihrem Erfinder Thomas Conrad Brezina und Tiergarten-Direktorin Dagmar Schratter vorgestellt. „Wir sind zwar der älteste Zoo der Welt, aber wir sind modern und wollten auch eine App haben. Wir wollten kein Tierlexikon und auch keine App machen, wie sie andere Zoos haben“, so die Direktorin zu KURIER und schauTV. „Alle diese Informationen sind auch auf unserer Homepage. Deswegen habe ich Thomas gefragt. Mit ihm arbeiten wir seit 20 Jahren zusammen, er hat hier Folgen für Tom Turbo gedreht...“

Der Erfolgsautor „will Geschichten erzählen“, meinte dieser bei der Präsentation. „Bei meinen Drehs durfte ich oft hinter die Kulissen schauen und mit Pflegerinnen und Pflegern reden. Die haben mir immer wieder Dinge erzählt, wo ich gesagt habe, das ist ja unglaublich. Aber für sie ist es Alltag.“

Hinter den „Kulissen“

So manche dieser Insider-Informationen packte der Autor in Geschichten, die sich nun in der App finden. Dazu gehört auch jene über eines der Lieblingstiere Brezinas, die Blattschneiderameise. Die fressen diese Blätter nicht, sondern ...

... aber das wäre beim Rundgang dann in der App zu finden. Oder auch ganz ohne Besuch des Tiergartens, denn die App funktioniert natürlich überall. Aber so manche der Fragen lassen sich eher bei einem realen Besuch im Tiergarten, bei der Beobachtung der Tiere und der Lektüre der Informationstafeln beantworten.

App-Test

Auch wenn sich die App generell an Familien richtet – eine englische Version wird für „in Kürze“ versprochen, eine dritte Tour ist in Arbeit, so geht Brezina doch oft, wie er sagt, von Fragen der Kinder aus.

Derzeit gibt es die beiden Touren „gefährliche Tiere“ und Lieblingstiere von Thomas Conrad Brezina. Bei ersterer kommen folgende Tiere vor: afrikanische Elefanten, Leopoldsrochen, Bison, Löwen, sibirischen Tiger, Flusspferde, Panzernashorn, Eisbär, Mähnenrobben, Gabunviper, Beulenkrokodil und Tuxerrind.

Des Autors Favoriten sind: Katta, Wasserschwein, Faultier, Seychellen-Riesenschildkröte, Blattschneider-ameise, Giraffe, Humboldtpinguin, Riesenflughund, Schützenfisch und Großer Ameisenbär.

An einer dritten Tour wird, so Brezina und Schratter, gerade gearbeitet, aber noch wollen beide nichts davon verraten.

Runtergeladen (sowohl für Android als auch für IOS in den entsprechenden Play- bzw.App-Stores) ist die – kostenlose – App recht schnell. Derzeit gibt’s die Touren: Gefährliche Tiere sowie Brezinas Lieblinge, an einer dritten – noch geheimen – wird gearbeitet. In Kürze erscheinen auch englische Versionen. Beim Rundgang bleibt die App mitunter hängen, und du musst dich an die Tour halten, kannst nichts überspringen bzw. beim Zurückgehen landet sie mitunter nicht am jeweils vorhergehenden Bildschirm.

https://www.zoovienna.at/

Follow@kikuheinz

Hier der Beitrag von schauTV

gedreht von Carlo Toffolo