Kiku
25.03.2018

Ansteckendes Tanzstück zum Festival-Schluss

„Dance to dance to“ aus Norwegen beendete die Reihe „imagetanz“.

Absolut ansteckend – das war die Abschluss-Performance des Festivals „ imagetanz“ vom Theaterhaus brut, das – wegen Renovierung – an vielen verschiedenen Orten stattfand. „Dance to dance to“, ein Stück aus Norwegen, das schon im Titel eine Art never ending andeutet, hatte nur einen Nachteil: Das Publikum saß. Die Musik, die Bewegungen des Tanztrios aber waren so ansteckend, dass zumindest ein Gutteil mitwippte. Nach der Vorstellung im Dschungel Wien konnten so manche Besucher_innen im Foyer endlich in die Bewegungen – immer wieder Wellen, die von Kopf bis Fuß die Körper vertikal erfassten – reinkippe

Zuvor faszinierten Viktoria Andersson, Marcus Baldemar und Ulrika Berg in ihren schwarzen bzw. goldfarbenen hautengen Anzügen, zeitweise samt Ganzkopf-Masken, zwischen glitzernden Fantasiegebilden durch eine schier nie enden wollende Bewegungsorgie. Nur hin und wieder gönnten sie sich Verschnaufpausen mit geringen, fast statischen Bewegungsmustern. Nur gegen Ende schien die Performance, für die sich Choreograf Ludvig Daae von einer mehr als 200 Jahre zurückliegenden gleichnamigen Tanzperformance der Mexikanerin Esmeralda Vasquez inspirieren hatte lassen, fast kein Ende zu nehmen – hier wäre vielleicht gleich ein Übergang zum Mittanzen adäquater gewesen.

Szene aus "Dance2dance"

Infos

Dance to dance to
Tanz ohne Sprache
imagetanz
brut im WUK Projektraum

Konzept, Choreografie, Regie: Ludvig Daae, inspiriert von Esmeralda Vasquez
Tanz und Choreografie: Viktoria Andersson, Marcus Baldemar und Ulrika Berg
Komposition: William Rickman.

Bühnenbild und Licht: Daniel Åkerström-Stehen
Kostüme: Tove Bergl
Produktion: Sara Bergsmark

www.brut-wien.at