Felzl macht Joseph Brot Konkurrenz
Sobald sie reden und laufen konnte, wollte sie Wirtin werden. Vom harten Alltag im familieneigenen Wirtshaus in Feldkirchen nahe des Ossiacher Sees fühlte sich die Kärntnerin nie abgeschreckt. Am liebsten stand Christina Ostermayer damals mit ihrer Großmutter in der Küche und buk jeden Samstag drei bis vier Reindlinge. "Bereits im Alter von zwei Jahren habe ich gelernt, was es heißt, wenn Germteig nicht aufgeht. Mit drei Jahren habe ich meine erste eigene Backform bekommen und jedes Wochenende meinen eigenen, kleinen Reindling gebacken."
Brot-Bild aus der Filiale der Bäckerei Felzl in der Lerchenfelder Straße 99-101.
Platz für Brotautomaten wird gesucht
Die ersten Monate schaute sie Bäckermeister Horst Felzl und dessen rechter Hand, Peter Enzminger, über die Schulter: Die Rezepte will sie erhalten, aber Innovationen einführen. "Brot soll die Aufmerksamkeit bekommen, das es verdient. Wir wollen, dass der Kunde sieht, wie viel Arbeit und Wissenschaft in einem guten Brot steckt. Was mir auch wichtig ist: Wie können wir Lebensmittelverschwendung vermeiden? Mittlerweile gibt es zwei Brotautomaten (Anm: Schottenfeldgasse, Kaiserstraße), die wir nach Geschäftsschluss befüllen – künftig wird es bei jeder Filiale einen geben."
Und demnächst soll es in der Backstube in Neubau nach Reindling duften.
Info: Felzl, Helferstorferstraße 2, 1010 Wien, Bäckerei mit angeschlossenem Café, Montag bis Freitag 6:45 bis 19:30 Uhr, Samstag 8 bis 18 Uhr, Sonntag und Feiertag 8 bis 13 Uhr
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