Genuss
02.08.2018

Wien: 5 neue Lokale, die Sie kennenlernen müssen

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Neueröffnungen der vergangenen Wochen in der Hauptstadt.

das glashaus, 1020 Wien

Das Viertel um die Messe Prater holt seit der Eröffnung der Wirtschaftsuniversität auf: Nach dem "Das Campus" haben die Betreiber im neu gebauten Teil "Viertel Zwei", direkt am Eingang zum Prater, nun "das glashaus" eröffnet. Hell, warm und im angesagten Shabby Chic zeigt sich das Lokal, das vor allem auf mediterrane Farben und Muster setzt. Ein Strandclub irgendwo auf Ibiza, Mallorca oder Mykonos stand dafür auch Pate. Eine Stimmung wie dort soll auch ohne Meerblick aufkommen

Bei der Küchenlinie setzt man auf österreichische und natürlich mediterrane Schwerpunkte. Marvin Mudenda und Philipp Luther setzen auf gute Ausgangsprodukte und schonende Zubereitung. Brot und Gebäck kommen von der derzeit angesagten Dampfbäckerei Öfferl im Weinviertel, Fleisch und Wurst vom Waldviertler Fleischerbetrieb Höllerschmid, mit Obst und Gemüse versorgen lokale Anbieter. Zwischen 9 und 11 Uhr gibt es eine kleine Frühstückskarte. Mittags gibt es zum Beispiel den mediterranen Bauernsalat um 10,90 € oder das gegrillte steirische Huhn mit Sommersalat um 12,90 €. Auf der Abendkarte gibt es unter anderem frisches Zanderfilet mit Wurzelgemüse und Risottobällchen (21,90 €), Steak (Beiried vom Innviertler Weiderind), Süßkartoffelpüree, Kräuterbutter und Chimichurri (25,90 €) oder Eierschwammerl Tortelloni mit steirischen Eierschwammerl, Zitronen-Thymian und Bergkäse (14,90 €).

Info: das glashaus, Am grünen Prater 11, 1020 Wien, Montag bis Samstag 9 bis 24 Uhr (Küche bis 22 Uhr), So und Feiertag 9 bis 18 Uhr

Reserva Ibèrica by Paco, 1010 Wien

Und auch das spanische "Paco" in der Nußdorferstraße hat ein kleines Schwesterlokal bekommen. Direkt in der City, im ersten "Hochhaus" Wiens in der Herrengasse, hat Patrick Troger die "Reserva Iberica by Paco" eröffnet. Anders als im Tapas-Lokal konzentriert sich das "Reserva Iberica" ganz auf den luftgetrockneten, spanischen Ibèrico-Schinken, der korrekterweise "Jamon Ibèrico de Bellota" oder auch "Pata Negra" heißt. Der Name der "Reserva Ibèrica" hängt übrigens mit dem gleichnamigen spanischen Top-Schinkenhersteller zusammen, mit dem kooperiert wird. Der Schinken gilt als bester der Welt, es gelten strenge Qualitätskriterien, vor allem in der Aufzucht: nur reinrassige iberische Schweine, die mit Eicheln gemästet werden.

Ungewöhnlich: Der Schinken, der strenge Qualitätskriterien erfüllen muss, wird im Lokal direkt von Hand aufgeschnitten. Das erledigt ein sogenannter "Cortador de Jamon".

Die hauchdünnen Scheiben kann man gleich im Lokal genießen oder mit nach Hause nehmen. Dazu gibt es typisch Spanisches, von Oliven über Käse bis zu Ölen - und natürlich Wein. Dazu Tapas in Paco-Qualität.

Info: Reserva Ibèrica by Paco, Wallnergasse 5, 1010 Wien, Montag bis Samstag von 10 bis 22 Uhr

MOMO Pizza Gourmet, Wien 7

Pizzerien, die mehr als weiche Teiglappen mit Fertigkäse bieten, haben in den vergangenen Jahren einen richtiggehenden Pizza-Trend ausgelöst. Im trendigen 7. Bezirk bringen nun vier Partner - drei Italiener, eine Österreicherin - ihr neues Konzept an die Hipster-Community. Sie setzen auf "Sharing", also teilen. Das heißt: Freunde, die gemeinsam essen gehen, können sich (neben der normalen Pizzagröße von 30 cm) mehrere kleine Pizette (Durchmesser ca. 20 cm) nach Lust und Laune aus der Speisekarte bestellen und aufteilen. Für zwei Personen sind zum Beispiel drei bis vier dieser kleinen, belegten Teigfladen ideal, erklärt Susanne Salice (die Österreicherin im Team) dem KURIER. Ausgefallene Zutaten finden sich ebenso als Beläge - etwa Stracciatella di bufola, ein spezieller Wasserbüffel-Käse. Laufend werden zudem neue Varianten aus den verschiedensten Regionen Italiens kreiert, eine der beliebtesten - "San Daniele Gourmet" - bleibt aber als Fixstarter, 

Die vier Freunde tüfteln auch bereits an "Pizza special lunches" für das Mittagessen. Für diese italienische Tradition werden sogenannte "tagliere" angeboten. Das sind Holzbretter, die mit verschiedenen Belägen angeboten werden. Schon jetzt gibt es für den kleinen Hunger zwischendurch klassische Panini aus dem Spezialofen.

Der ist übrigens der Stolz des Quartetts. Der spezielle Ofen kommt aus Neapel und ermöglicht, dass die Pizzen knusprig, aber trotzdem saftig gebacken werden. Dafür ist allerdings auch die besondere Teigmischung verantwortlich, die aus drei verschiedenen Mehlsorten ausgetüftelt wurde.

Info: MOMO Pizza Gourmet, Kirchengasse 35, 1070 Wien, Montag bis Samstag 11.30 bis 22 Uhr

MIDI Cafe & Bistrot, 1010 Wien

Nach ein paar Wochen Soft Opening startete das MIDI im Gebäude des Fitnesscenters Holmes Place in der Wipplingerstraße im Juli so richtig - vom Frühstück bis zum spätabendlichen Cocktail a la "Nuit Parisien" versorgen die beiden Quereinsteiger Guilhem Baribeaud und Pessah Yampolski die Wiener mit französischem Lebensgefühl. Es ist der zweite Streich des Duos nach ihrem Lunch-Deli, das sie vor drei Jahren am Hohen Markt eröffneten. Ob das ein Cafe au lait mit Croissants, die direkt aus Frankreich geliefert werden oder typisch französische Schmankerl wie Quiche (8,60 €), Flammkuchen (9,40 €), French Burger (10,90 €) oder Huhn Tagine und Boef Bourguignon.

Mittagsmenüs gibt es ab 11,40 €. Die Leckereien aus der Patissierie werden täglich frisch von einer Zuckerbäckerin zubereitet. Abends sind dann Cocktails angesagt, etwa der eigens kreierte Midroni (8 €), eine Abwandlung des italienischen Negronis mit Calvados (statt Gin), Campari und rotem Wermut. Die Musik - natürlich French Touch Electro - kommt von DJs, wie es sich für einen Pariser Abend gehört.

Das Lokal verbreitet tags wie nachts modernes, französisches Flair - die bunten Wandtattoos stammen vom Bruder eines Besitzers und der Wein kommt vom Familienweingut der Baribeauds am Rand der südfranzösischen Sauterne.

Info: MIDI Cafe & Bistrot, Wipplingerstraße 30, 1010 Wien, täglich 8.30 bis 22.30 Uhr

Ulrich & Erich im Theater, 1070 Wien

Die beiden Lokale Ulrich am Ulrichsplatz und die benachbarte Bar  Erich an der Neustiftgasse sind beliebte Hotspots im 7. Bezirk. Heuer übernahm Erich Bayer auch die Kantine des Theaters am Spittelberg mit seiner Theke direkt auf die Spittelberggasse. Die Cocktails werden direkt in Blechdosen gemischt und serviert, die Rezepte - angelehnt an klassische Drinks wie Moscow Mule - wurden für den Standort adaptiert. Etwa ein Mini-Fläschchen Gin, das kopfüber in eine Dose Tonic gekippt, mit Gurke garniert und mit Strohhalm serviert wird.

Oder der Mojito, bei dem mit 5 cl Bacardi mit Angustura in einer Sprite-Dose landen und mit Limette und Minze dekoriert wird (alle Cocktails 6,90 €).

Info:  Ulrich und Erich im Theater, Spittelberggasse, täglich 17 bis 24 Uhr