Genuss 15.06.2018

Wie sich Festivals auf der Waage auswirken

© Bild: Getty Images/StudioThreeDots/iStockphoto

Schon mal überlegt, welche Effekte sich durch Bier und Pommes, aber auch lange Wege oder viel tanzen zeigen?

Das Nova-Rock-Festival im Burgenland läuft derzeit auf Hochtouren - und eröffnet damit die heimische Festivalsaison, Musik, tanzen und gute Laune inklusive. Was ist außer den auftretenden Bands noch wichtig? Richtig - essen und trinken! Bier, Pommes, Würstel aller Art und Hamburger zählen zu den Klassikern an den Verpflegungsständen und auch das im Camping-Rucksack mitgebrachte Essen muss festivaltauglich sein.

Lange Wege als Kalorienkiller

Doch kaum jemand macht sich Gedanken, wie sich das Festival auf der Waage auswirkt. Das ist auch egal, wenn es darum geht, beim Auftritt der Lieblingsband in der ersten Reihe dabei zu sein. doch einige Tage auf einem Festival fordern den Körper ganz schön. Ein Blick auf die Kalorienbilanz ist daher interessant. Denn mit diversen Fakten im Hinterkopf wird zum Beispiel der manchmal recht weite Weg von der Bühne zum Campingplatz zum sinnvollen Kalorienkiller.

Tanzen ist wie Jogging

An jedem Tag, den man auf einem Großfestival verbringt, legt man nämlich im Schnitt eine Strecke von 24 Kilometern zurück - umgerechnet können das bis zu 1600 Kilokalorien sein. Und - damit nicht genug - tanzt auch noch etwa acht Stunden. Das hat der deutsche Fitnessexperte Philipp Doetsch berechnet. Somit ist Tanzen ein guter Fettkiller. Insgesamt werden an einem Festivaltag bis zu 4500 Kilokalorien verbraucht. Diese Menge entspricht etwa elf Litern Bier und neun Stunden Jogging.

Wer viel tanzt, verliert übrigens bis zu 625 Kilokalorien pro Stunde. Allein durch das Wippen zur Musik werden 204 Kilokalorien verbrannt - das ist so viel wie 20 Minuten Radfahren. Dazu kommt noch der "Nachbrenneffekt", der auf den Körper wie eine ausgiebige Sporteinheit wirken kann.

Musik beeinflusst Essverhalten

Und noch eine erstaunliche Erkenntnis: Die Art der gehörten Musik hat Einfluss auf das Essverhalten: Rock oder Klassik wirken sich neutral auf den Appetit aus, während Jazz eher anregt. Am besten wirkt sich laut Untersuchungen der Universität Arkansas HipHop oder Rap-Musik aus. "Sie zügeln das Verlangen nach Chips, Bratwurst, Bier und Cola", betont Doetsch. 500 Kalorien verbrennt ein HipHop-Tänzer pro Stunde - das entspricht bereits einer ordentlichen Bratwurst.

Damit will er sagen: Mit der richtigen Ernährung lassen sich auch auf Festivals durchaus Kalorien einsparen. Am meisten wohl bei der Flüssigkeitszufuhr. Wenig überraschend am besten mit Wasser.

 

 

( kurier.at ) Erstellt am 15.06.2018