Genuss
29.11.2017

Welche ist besser: Mandarine oder Clementine?

Derzeit werden in den Hauptanbaugebieten Italien, Spanien und Marokko Mandarinen geerntet: Aber wie unterscheiden sich diese von Clementinen?

Zehn Stück Fruchtfleisch-Kammern und 15 bis 20 Kerne – Mandarinen haben jetzt im Winter Hochsaison. Die Haupternte in Spanien, Italien und Marokko erfolgt bis Ende November, frische Früchte landen hierzulande besonders gerne im Nikolo-Sackerl. Aus den Urlauben in den Mittelmeer-Ländern kennen viele die zwei bis fünf Meter hohen Sträucher, deren Zweige kleine weiße Blüten bilden, aus denen sich die orange bis grünen Früchte entwickeln. Kleine Exemplare werden auch von heimischen Gärtnereien gerne verkauft, da die Bäumchen Kälte gut vertragen: Da die Zitrusfrüchte, die zur Familie der Rautengewächse gehören, nicht nachreifen, müssen sie vollreif geerntet werden.

Anders als Orangen müssen sie nach Eintritt der Reife besonders schnell geerntet werden. Exemplare aus den Mittelmeer-Ländern sind bei uns bis Ende Jänner in den Supermärkten: Die wichtigsten Anbauländer weltweit gesehen sind Marokko, Japan, China und die USA.

Die Ursprünge von Mandarinen (Citrus reticulata) liegen in China, wo der Anbau seit dem 12. Jahrhundert v. Chr. nachweisbar ist. Aus der Kantoner Apfelsine entwickelte sich im 19. Jahrhundert die Mittelmeer-Mandarine. Bei Clementinen und Satsumas handelt es sich um Kreuzungen aus Bitterorange und Mandarine.

Wie eingangs erwähnt, haben die Früchte meist zehn Fruchtfleisch-Kammern: Wenn Mandarinen oder Clementinen einige Wochen gelagert werden, lassen sie sich durch einen Hohlraum zwischen Fruchtfleisch und Schale leichter schälen. Allerdings gibt es geschmackliche Qualitätseinbußen bei zu langer Lagerung. Erst im Herbst soll eine Zwölfjährige in Argentinien nach dem Verzehr einer Mandarine gestorben sein: Behörden gingen damals von einer lebensgefährlichen Pestizidbelastung aus. Experten raten prinzipiell nach dem Schälen von Zitrusfrüchten die Hände zu waschen.

Mandarinen oder Clementinen?

Pro Clementine:

  1. Sie sind mit ein bis zwei Monaten länger haltbar.
  2. Mandarinen verlieren bereits nach ein bis zwei Wochen an Geschmack.
  3. Clementinen haben keine Kerne.

Pro Mandarine:

  1. Sie sind leichter zu schälen.
  2. Sie sind süßer.

Der Großteil der Konsumenten hat bereits eine Entscheidung getroffen und greift lieber zu Clementinen, Mandarinen werden laut Obsthändlern immer weniger gezüchtet.

Wie Sie Mandarinen und Clementinen am besten lagern:

  • Sowohl an Süße als auch an Geschmack verlieren die kleinen Früchtchen bereits nach ein bis zwei Wochen.
  • Kühlschrank ja, aber sie müssen in einem Fach gelagert werden, wo es rund sieben Grad hat.
  • Zu kalt darf es nicht sein, aber auch nicht zu warm: Bei Zimmertemperaturen verlieren sie an Saftigkeit.