Genuss
12.05.2017

Weinschenke eröffnet drittes Burger-Lokal

Die bekannten Burger-Macher aus Margareten eröffneten ihre dritte Weinschenke im 7. Bezirk.

Statt einer Neuinterpretation der Wiener Wirtshausküche kann man jetzt richtig gut Burger essen am Siebensternplatz. Wo einst das Gasthaus Schilling seine zweite Dependance betrieb, haben Nikolai Kölbl, der bei Michelin-Sternkoch Kolja Kleeberg gelernt hat, und Franz Haslinger ihre dritte Weinschenke eröffnet. Burger-Fans kennen die aufgepimpten Luxus-Burger bereits aus dem Stammlokal in Margareten. Erfreulich sind die Küchenzeiten, denn am Freitag und am Samstag gibt es bis 1 Uhr nachts die Burger für Nachtschwärmer.

An der Einrichtung vom Schilling haben die Gastronomen nichts geändert, genauso wenig wie an der Speisekarte vom Stammlokal Margareten: Sieben Burger mit Fleisch wie "Double Cheeseburger" (8,90 Euro) oder "Hooker, die Wildsau" (15,90 Euro) stehen zur Auswahl, zudem zwei Varianten mit Tofu oder Seitan – sprich ohne Fleischlaberl.

Gleich am ersten Abend war das Lokal sehr gut besucht, der Service strauchelte zwar, die Burger waren allerdings in gewohnter Qualität: Das Patty der Waldviertler Wildsau war fein faschiert, das marinierte Rotkraut würzig und die karamellisierten Weißweinzwetschken nicht unangenehm süß. Einziger Kritikpunkt: Der Burger hätte ein wenig mehr der herrlichen Sherry-Pfeffer-Sauce vertragen.

Bei den Zutaten ist alles wie gehabt: Die Chips werden aus Lobauer Erdäpfeln gemacht, das Fleisch stammt von Edelfleischer Hödl und wird täglich frisch faschiert. Zwölf hausgemachte Saucen verschärfen oder versüßen die Portion.

Info: Weinschenke, Siebensternplatz 31, 1070 Wien, Montag bis Freitag 11 bis 2 Uhr, Samstag und Sonntag 8 bis 2 Uhr, Warme Küche: Montag bis Donnerstag 11:30 bis 24 Uhr, Freitag 11:30 bis 1 Uhr, Samstag 8 bis 1 Uhr, Sonntag 8 bis 24 Uhr

Die besten Burger-Restaurants in Wien

Omnom Burger, 1050 Wien

"Verwende nur die Zutaten, die du auch ohne Chemie-Studium verstehst": Fast zwei Jahre ist es her, dass Kenan Bilgili, Daniel Ottwald und David Kalkan ihr sechs Plätze großes Burger-LokalOmnom in Wien-Margareten aufgemacht haben. 100 Prozent Rindfleisch, keine Gewürze, purer Geschmack. Die Fleischlaibchen werden in Weckerln und nicht in süßen Buns platziert. In einem Umkreis von zwei Kilometern werden die Burger auch geliefert.

Info: Omnom Burger, Wiedner Hauptstraße 125, 1050 Wien, Dienstag bis Freitag 11:30 bis 21 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 13 bis 21 Uhr

Charlie P's Dining Room, 1010 Wien

In Wiens einzigem Pub, das mit einer Haube gekrönt ist, ist der Burger ganz große Klasse: Gastronom Brian Patton bleibt seit Jahren seinem Rezept treu und setzt für seinen "Irish Burger" auf ein süßes Bun, Tomato Relish und Irish Hereford-Beef. Das intensiv-rotfarbige Fleisch zeichnet sich durch eine feinfaserige Maserung und einen kräftigen Geschmack aus. Das Burger-Brötchen ist ein Mischung aus Brot und Brioche, wobei die süßlichen Aromen deutlich hervortreten. Der rote Cheddar wird über Apfelholz geräuchert und die Pommes werden dreimal frittiert.

Info: Charlie P's Dining Room, Währinger Straße 3, 1090 Wien, Montag bis Donnerstag 16 bis 2 Uhr, Freitag 16 bis 3 Uhr, Samstag 15 bis 3 Uhr, Sonntag 15 bis 1 Uhr

Swing Kitchen, 1040 und 1070 Wien

Nein, in der Swing Kitchen gibt es kein Fleisch: Dennoch kommen die Fleischlaibchen dem Geschmack von Rindfleisch sehr nahe. Die Laibchen auf Sojaschrot-Basis präsentieren sich rauchig und knusprig. Auf "Zucker-Burgerbrötchen" verzichtet der Gastronom Karl Schillinger, stattdessen lässt er Ciabatta-Sauerteig-Buns backen. Auf der Homepage gibt es übrigens einen ökologischen Rechner, wie viele Ressourcen durch das Konsumieren der veganen Alternativen eingespart werden. Die Verpackungen sind hier CO2-neutral.

Info: Swing Kitchen, Operngasse 24, 1040 und Schottenfeldgasse 3, 1070 Wien, Montag bis Samstag 11 bis 22 Uhr

Weinschenke, 1050 Wien

Retro-Optik und Resopaltische ergeben Hipster-Hochburg: Lange Zeit galt die Weinschenke als jener Geheimtipp, wo man die besten Burger der Stadt bekommt. Nikolai Kölbl setzt seit 2011 auf das Fleisch von Fleischermeister Hödl und faschiert das Fleisch selber. Zur Auswahl stehen unter anderem Burger mit Weiderind oder Wildschwein. Die fleischlosen Alternativen kommen geschmacklich an die Fleisch-Pattys nicht heran. Kleiner Wermutstropfen: Hier gibt es keine Pommes, sondern Erdäpfel-Chips. Dafür kommen die Erdäpfel aus der Lobau. Neben der Weinschenke nahe des Naschmarkts gibt es einen Ableger am Karmelitermarkt. Über diesen lassen sich die Burger auch via foodora liefern.

Info: Weinschenke, Schönbrunnerstraße 14 / Franzensgasse 11, 1050 Wien, Montag bis Sonntag 17 bis 24 Uhr

... said the butcher to the cow, 1010 Wien

Gastronomin Barbara Premov-Schimanko, selbst eine leidenschaftliche Wochenend-Köchin, sprang 2013 auf den Hype auf und eröffnete … said the butcher to the cow am Opernring. Das Geheimnis der Zubereitung gleicht für Burger-Experten einem Frevel: Hier werden geschmacksgebende Zutaten in das Faschierte gemischt. Beim Bacon-Cheeseburger wird beispielsweise ein bisschen Speck, kleine Zwiebelstücke und ein bisschen Cheddar-Cheese in das Fleischlaibchen gemischt. Das Lokal bietet zudem eine sensationelle Auswahl an Gin-Sorten.

Info: ... said the butcher to the cow, Opernring 11, 1010 Wien, Dienstag und Mittwoch 17 bis 21 Uhr, Donnerstag bis Samstag 17 bis 2 Uhr

Flatschers, 1070 Wien

Für alle, die es immer schon wissen wollten: Der Name des American Diner wird nicht englisch ausgesprochen, die Erklärung ist simpel: Der Chef heißt Andreas Flatschers. Das Restaurant ist eigentlich für seine große Auswahl an Steaks bekannt. Auch hier kommen nur 100 Prozent Rindfleisch und keine Gewürze in die Burger. Nach dem Braten auf dem Lava-Grillstein werden die Pattys lediglich mit einer Prise Meersalz gewürzt. Zur Auswahl stehen vier Burger und eine vegetarische Alternative.

Info: Flatschers, Kaiserstraße 113-115, 1070 Wien, Montag bis Sonntag 17 bis 1 Uhr

Rinderwahn, 1010 Wien

Die Wiener Gastronomen-Familie Huth hat den Stadtkrug geschlossen und stattdessen ein Burger-Restaurant eröffnet. Das Fleisch kommt von Wiesbauer Gourmet: In die Mischungen für die Pattys kommen 50 Prozent Beiried, 20 Prozent Nackenfleisch, 20 Prozent Rinderbrust und 10 Prozent Rinderfett. Das Fleisch hat noch Biss, aber durch den relativ hohen Fettanteil einen zarten Schmelz am Gaumen. Die Brötchen lassen die Gastronomen von der bekannten Bäckerei Szihn backen, eine Mischung aus Weißbrot und Brioche.

Info: Rinderwahn, Weihburggasse 3, 1010 Wien, Montag bis Samstag 11:30 bis 24 Uhr, die Burger gibt es auch Take-away

Burger de Ville, 1070 Wien

Von Geheimtipp lässt sich beim Burger de Ville zwar nicht sprechen, aber im Vergleich zur Weinschenke doch recht unbekannt: Direkt vor dem 25hours-Hotel steht im Sommer der Burger de Ville-Foodtruck. Hier gibt es die Burger mit 100 Prozent-Rindfleisch-Patty auch in Double-Varianten, die Pommes wahlweise mit Knoblauch oder Parmesan – etwas gewöhnungsbedürftig. Im Schanigarten stehen 80 Sitzplätze zur Verfügung: Die Bestellung erfolgt über Kellner.

Info: Burger de Ville, 25 hours Hotel, Lerchenfelderstraße 1-3, 1070 Wien, Montag bis Sonntag 12 bis 21 Uhr