© Tiroler Weinbauverband

Wie wird der Wein sein?
11/03/2013

Weinjahrgang 2013: Erste Eindrücke

Ein paar Wortmeldungen relevanter Winzer zum neuen Jahrgang. Der KURIER hat sie für Sie eingeholt.

Die meisten Weingärten sind abgeerntet. Der Saft der Trauben abgefüllt. In ein paar Wochen ist Martini. Und schon gibt es den ersten Staubigen zu verkosten, da und dort vielleicht sogar so etwas, das sich Wein nennen darf. Wo man Weinqualität erwartet, dauert es aber meistens etwas länger mit dem aktuellen Jahrgang. Neugierig, wie der neue Wein wird? Der Kurier hat sich umgehört.

Wir schauen zuerst nach Wien. Dort ist FritzWieninger, Biodynamie-Winzer, Pionier in Pinot-Noir-Angelegenheiten und einer der Väter des Erfolges des Wiener Gemischten Satzes, ebenfalls nicht unglücklich mit dem Jahrgang 2013: "Ein österreichischeres Jahr, also auch etwas kühler. Die Lagenweine (wo die Trauben etwas länger hängen dürfen) sind geprägt vom warmen Oktoberwetter. Der Pinot gefällt mir sehr gut. Ich bin zufrieden. Auch mit der Qualität."

In ein ähnliches Horn stößt Stefan Hajszan, ebenfalls Bioidynamiker, und gleichzeitig Inhaber einer der größten Weinbetriebe Wiens (1 Million Flaschen), wenn er sagt: "Wirtschaftlich ist es heuer schwierig, weil die Menge gering ist. Dafür ist die Qualität sehr gut."

In Weißenkirchen in der Wachau sprachen wir mit Franz Zottl, der mit seinem Vater, der auf denselben Namen hört, das Weingut Zottl führt. "Wir hatten um einiges weniger. Die Weine werden prickelnder, typischer für die Wachau, das lässt sich jetzt schon sagen. Mehr Federspielweine wird es aber nicht geben, denn die Zuckergradation war doch recht hoch. Aber auf jeden Fall sind Veltliner und Riesling dieses Jahr frischer als in den vergangenen beiden Jahren."

Ähnliches kriegt man auch von Thomas Schmelz vom Weingut Schmelz in Joching zu hören: "Die Qualität ist da. Aber wie jedes Jahr musste auch 2013 wieder einmal neu gedacht werden." Zumindest zwei Wachauer Winzer sind sich's jedenfalls zufrieden.

Noch einmal biodynamisch – diesmal fragten wir Eduard Tscheppe-Eselböck vomGut Oggauin Oggau: Ein aufregendes Jahr mit Happy End. Vor allem das Blütewetter war durchwachsen. Aber der Herbst mit einem richtigen Mix aus Feuchtigkeit und Sonne hat gut getan. Etwas mehr Säure diesmal. Der Winzer hatte viel zu tun. Menge kann man noch nicht abschätzen, aber mehr als im Vorjahr ist es nicht."

Strohmeier von Weingut Strohmeier aus der Weststeiermark kann einmal nur vom Wetterverlauf auf die Qualität schließen: "Grundsätzlich, auch in Anbetracht des Arbeitens im Weingarten, ist dieses Jahr ein Jahr wie 2003, 1993 und 1983 – gute Menge, gute Qualität, Alkohol wird sortenbedingt eher höher sein, beispielsweise beim Sauvignon blanc. Im April und Mai hat es viel geregnet, aber die Temperaturen waren tief genug, sodass es keine Infektionen gab. (Strohmeier arbeitet ebenfalls nach biodynamischen Prinzipien.) Dann Trockenheit, kaum Pflanzenschutz notwendig. Resümee: Ein Wunschjahrgang."

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