Warum Chefköche ein Riesenhirn haben

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Foto: Getty Images/andresr/iStockphoto Zehn Chefköche und eine Chefköchin wurden untersucht.

Studie zeigt: Die kreative Tätigkeit lässt das Kleinhirn wachsen – wie bei Mathematikern oder Musikern.

Die Anforderungen in der Spitzengastronomie bringen offenbar Genies hervor. Denn Chefköche – und genauso Chefköchinnen – haben ein überdurchschnittlich großes Gehirn. Das zeigt jetzt eine italienische Studie, die in der Fachzeitschrift Plos One veröffentlicht wurde. "Wir haben festgestellt, dass die Plastizität ihrer Gehirne überdurchschnittlich groß ausfällt", erzählt Projektleiter Antonio Cerasa vom Instituto di Bioimmagini e Fisiologia Molecolare. Das Institut gehört zum Nationalen Forschungsrat CNR und liegt in Catanzaro in Italien. Durch Untersuchungen der Kleinhirne von Küchenchefs konnte festgestellt werden, dass ihre Hirnleistungen jene eines Mathematikers oder auch Musikers gleichen.

Chef Completing Pasta Foto: Getty Images/iStockphoto/sematadesign/iStockphoto Der Fokus dieser Untersuchung lag im Messen der Gehirnmasse von elf, aus der Region Kalabrien stammenden Chefköchen – eine Köchin war unter den Getesteten. Durch Magnetresonanz- und neuropsychologische Diagnostik wurde die Größe der Gehirnmasse ermittelt: Die motorischen und kognitiven Fähigkeiten hängen von der Masse des Hirns ab. Die Personen wurden vom Italienischen Fachverband Federazione Italiana ausgewählt, die Ergebnisse wurden im Anschluss mit jenen von Laien im Bereich der Kochkunst verglichen.

Die Vergrößerung falle "umso deutlicher aus, je größer die Küchenmannschaft und die planerischen Anforderungen sind", erklärt Antonio Cerasa. Er bezieht sich dabei auf die strukturelle Veränderung der Gehirnmasse, die sich durch Fähigkeiten, die man über einen langen Zeitraum erlernt, sogar vergrößern kann.

(KURIER, pte) Erstellt am
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