Venedigs Bürgermeister beklagt Wiener Kaffee-Preise

Luigi Brugnaro
Foto: AP/Luigi Costantini Luigi Brugnaro

Der Stadtchef nannte asiatische Touristen zuvor "Bettler", weil sie sich über eine hohe Restaurantrechnung beschwert hatten.

Nach einer Polemik um drei asiatische Touristen, die sich wegen einer Restaurantrechnung in Höhe von 526 Euro in Venedig beschwert hatten, beklagte sich der Bürgermeister der Lagunenstadt nun seinerseits über die seiner Meinung nach hohen Kaffee-Preise in Wien. Luigi Brugnaro postete auf Facebook das Bild einer Rechnung über 11,60 Euro für vier Espressos am Wiener Flughafen in Schwechat.

"11,60 Euro für vier Espressos im Stehen am Wiener Flughafen. Bei wem sollte ich mich beschweren? Bei den Zeitungen oder beim armen Bürgermeister der Stadt?", fragte der Mitte-rechts-Bürgermeister polemisch. Im Espresso-Land Italien kostet eine Tasse Kaffee durchschnittlich einen Euro.

Mit dem Beispiel der Wiener Espressos wollte Brugnaro die hohen Kosten in anderen europäischen Städten hervorheben. Er war zuvor kritisiert worden, weil er drei chinesische Touristen, die sich bei ihm wegen einer saftigen Restaurantrechnung nach einer Fisch-Mahlzeit über die hohen Preise in der Lagunenstadt beschwert hatten, als "Bettler" bezeichnete.

"Ihr müsst ausgeben!"

"Die Touristen haben Hummer und Austern vertilgt und nichts auf dem Teller gelassen. Laut dem Kellner haben sie nicht einmal Trinkgeld gegeben. Den Brief schicke ich ihnen zurück. Wer nach Venedig kommt, muss wissen, dass er in Venedig ist und dafür etwas ausgeben muss. Touristen, ihr seid in Venedig willkommen, doch ihr müsst ausgeben! Ihr solltet auch Trinkgeld für die Personen hinterlassen, die für euch arbeiten", hatte der Bürgermeister den chinesischen Touristen geantwortet.

(APA / elmo) Erstellt am
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