Genuss
21.08.2018

Top 5: Die besten Rezepte mit Zwetschken

Die blauen Herbstfrüchte sind heuer früher reif als sonst. Höchste Zeit, einige Rezepte auszuprobieren.

Süß und trotzdem fein säuerlich - Zwetschken sind die idealen fruchtigen Begleiter für die verschiedensten Süßspeisen. Sie harmonieren mit Blätterteig ebenso wie mit schwerem Germteig oder verpackt als Fruchtknödel in Erdäpfelteig. Und als Zwetsckenröster oder Powidl sind sie erst recht ein kulinarischer Genuss.

Zwetschken-Tarte

Der vegetarische Haubenkoch Paul Ivic (Tian) empfiehlt in seinem Kochbuch "Vegetarische Sommerküche" (Brandstätter Verlag, 25 €) diesen einfachen Kuchen. Mit kleinen Hauszwetschken schmeckt er besonders gut.

Zutaten (für 1 Tarte): 300 g Zwetschken, 250 g Tiefkühlblätterteig, Mehl zum Ausrollen, 60 g Butter, 110 g Zucker, 1 unbehandelte Bio-Limette, Butter zum Bestreichen

Zubereitung: Zwetschken halbieren, entkernen und in Spalten schneiden. Blätterteig 5 mm dick ausrollen und in der Größe der Pfanne ausstechen. Ofen auf 200° vorheizen. Butter in einer feuerfesten Pfanne (Durchmesser 20 cm) zerlassen. Zucker zugeben und ohne Rühren bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Sobald der Zucker eine hellgelbe Farbe angenommen hat, Zwetschkenspalten dazugeben. Ca. 15 Minuten im eigenen Saft dünsten lassen, bis der Saft dick und karamellähnlich geworden ist. Limettenabrieb und -saft dazugeben. Pfanne vom Herd nehmen. Teig über die Zwetschken legen, sodass sie vollkommen bedeckt sind. Ränder mit einem Kochlöffel vorsichtig nach unten drücken. Mit Butter bestreichen und ein Loch in den Teig machen. Im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen, stürzen und servieren.

Zwetschken-Röster

Das Rezept der mittlerweile verstorbenen oberösterreichischen Köchin und Wirtin Ingrid Pernkopf ist genial einfach - und es lässt sich für die meisten Obstsorten anwenden, z. B. Holler, Pfirsiche, Marillen oder Rhabarber. Auf Vorrat gekocht, versüßen sie auch in den Wintermonaten Kaiserschmarren oder Topfenknödel.

Zutaten: 500 halbierte, entkernte Zwetschken, 70 - 100 g Feinkristall- oder Gelierzucker, 1 Packerl Vanillezucker, 10 ml Zitronensaft, 1 Prise Zimt, 20 ml Rum

Zubereitung: Die Zwetschken in einen Topf geben und mit Zucker, Vanillezucker, Zimt und Zitronensaft ca. 4 Minuten kochen. Wieder vom Feuer nehmen und nach Belieben mit Rum abschmecken. Überkühlen lassen, servieren oder in heiß ausgespülte Einmachgläser füllen und mit etwas hochprozentigem Alkohol beträufeln. Anzünden und gut verschließen.

Zwetschken-Bowl

Warum nicht einmal Zwetschken schon zm Frühstück genießen, fragte sich Foodbloggerin Catrin auf ihrem Blog CookingCatrin. Sie kombiniert die Zwetschken-Saison mit dem aktuellen Bowles-Trend zu einem schnell zubereiteten Fruchtmus.

Zutaten: 1 Banane )reif), 150 g Beeren (gefroren), 50 g 50 g Schwarzbeeren (Heidelbeeren, frisch), 10-12 Zwetschken, 2 Rispen Trauben,100 ml gesüßte Hafermilch ohne Zucker,1 EL Mandeln. Toppings: 3 EL Granatapfelkerne, 2 Zwetschken zum Garnieren, 2 EL Mandeln.

Zubereitung: Die Banane schälen. Die Zwetschgen schälen und entkernen. Mit den gefrorenen Beeren, den frischen Schwarzbeeren, Trauben der Hafermilch und den Nüssen in einen Blender geben. Zu einer cremigen Masse einpürieren. In Schüsseln einfüllen. Mit in Scheiben geschnittenen Zwetschgen, ausgelösten Granatäpfeln und Mandeln garnieren und sofort, noch gekühlt genießen.

Zwetschkenfleck

Am Zwetschkenkuchen scheiden sich die Geister: Für manche muss er so schmecken wie einst bei der Oma - und daher kommt nur ein richtiger Germteig als Unterlage für die Früchte in Frage. Das sieht auch Koch Bernie Rieder so. Sein Zwetschkenfleck in seinem Kochbuch "Süße österreichische Küche reloaded" (Braumüller Verlag, 29,90 €) braucht zudem unbedingt Streusel,um perfekt zu sein.

Zutaten:  1/8 l Milch, 20 g Germ, 40 g Staubzucker, 250 g glattes Mehl, 4 Eigelb, 70 g flüssige Butter, Schale einer unbehandelten Orange (fein gerieben), 1 EL Powidl, 1,5 kg Zwetschnken (entkernt, geviertelt). Für den Streusel: 100 g Butter (kalt, fein gerieben), 200 g glattes Mehl, 80 g Staubzucker, 1 Ei, 1 Msp. gemahlener Zimt.

Zubereitung: Für den Vorteig (Dampfl) lauwarme Milch in eine Schüssel geben, Germ hineinbröseln und gut verrühren. 1 EL Staubzucker dazugeben, nochmals verrühren und zuletzt 1 EL Mehl lose über das Milchgemisch verstreuen. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und 20 Minuten an einem warmen Ort aufgehen lassen.

Das restliche Mehl mit dem restlichen Staubzucker vermischen und auf einer Arbeitsfläche anhäufeln, in die Mitte eine Mulde drücken un den Vorteig sowie Eigelg, flüssige Butter und Orangenschale hineinmischen und mit beiden Händen gut zu einem glatten Teig verkneten (Küchenmaschine oder mit der Hand, was etwas Kraft erfordert). Den glatten und geschmeidigen Teig in eine Schüssel geben, mit einem Geschirrtuch abdecken und nochmals 20 Minuten gehen lassen.

Das Backrohr auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.In der Zwischenzeit für die Streusel alle Zutaten miteinander gut verkneten, abdecken und in den Kühlschrank stellen. Den Germteig nochmals durchkneten, ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Den Teig mit Powidl bestreichen und die Zwetschken darauf verteilen. Nochmals 10 Minuten gehen lassen und die Streusel darüber verteilen, am besten mit einer groben Reibe. Abschließend für ca. 25 Minuten im Rohr backen.

Zwetschkenknödel aus Erdäpfelteig

Welcher Knödelteig ist der beste? Daran scheiden sich die Geister. Im Fall von Zwetschkenknödel spricht für den Erdäpfelteig, dass im Herbst auch gute mehlige Erdäpfel verfügbar sind. Im Frühsommer, wenn etwa die Marillen reif sind, spricht wiederum manches für Topfenteig. Dieses Rezept stammt von Anna Höllerer aus der Rezeptsammlung "So schmeckt Niederösterreich".

Zutaten: 800 g mehlige Erdäpfel, ca. 300 g griffiges Mehl, 1 EL Butter, 1 Ei, Salz, 14 reife Zwetschken, ev. 14 Stück Würfelzucker, 100 g Butter, ca. 100 g Walnüsse, ca. 150 g Semmelbrösel, Staubzucker für Nussbrösel und zum Bestäuben.

Zubereitung: Die Erdäpfel mit Schale gar kochen. Heiß schälen, durch die Erdäpfelpresse drücken. Ca. 300 g Mehl, Butter, Ei und 1 Prise Salz dazugeben und zu einem glatten Teig kneten, etwas ruhen lassen. Die Zwetschken waschen, abtrocknen und entsteinen. Für die ganz „Süßen“: in jede Zwetschke ein Stück Würfelzucker stecken.

Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen. Jede Zwetschke mit dem Teig umhüllen und zu einem Knödel formen. Die Zwetschkenknödel in das kochende Wasser einlegen, Temperatur etwas reduzieren. Die Knödel etwa 15 Minuten im wallenden Wasser garen.

In der Zwischenzeit etwas Butter in einer Pfanne erhitzen, gehackte Walnüsse anrösten und die Semmelbrösel zugeben, ev. mit einem Esslöffel Zucker süßen. Unter ständigem Rühren die Nussbrösel hellbraun rösten.Die Knödel aus dem Wasser nehmen, in den Nussbröseln wälzen und auf einer Platte anrichten.