Genuss
22.05.2018

So plant der Tischler eine kleine Outdoor-Küche

Der Kärntner Tischler Wolfgang Stani gibt Tipps, wie man seine Freiluft-Küche plant.

Mobil oder fix, das ist hier die Frage: Gleich nachdem das Budget festgelegt ist, müssen sich Interessierte entscheiden, ob sie lieber eine mobile Outdoor-Küche wollen oder einen fixen Standort bevorzugen. Der Kärntner Tischler Wolfgang Stani (www.dieoutdoorkueche.at) gibt eine Anleitung, wie die Planung am besten gelingt:

Schritt 1:

Der Vorteil von mobilen Küchen ist gleichzeitig auch ihr größter Nachteil. Sie brauchen keinen Strom und können romantisch auf der wilden Wiese aufgebaut werden, allerdings kann es dann auch keine Grill-Sessions bei untergehender Abendsonne geben, denn ohne Strom gibt es auch keine Außenbeleuchtung. Wer lieber mobil bleiben will, entscheidet sich für eine Bassena – das Abwasser fließt in das Erdreich. Außerdem darf bei einer mobilen Variante nicht auf eine Überdachung oder natürliche Beschattung (hohe Bäume) vergessen werden, denn in der prallen Mittagshitze will niemand kochen.

Bei fixen Standorten müssen sich die Hobby-Köche für einen Untergrund entscheiden – meistens steht die neue Küche auf der Terrasse. Dann gilt es, auf die Abstrahlungswärme zu achten. Das bedeutet: Griller, Pizzaofen oder Backofen dürfen nicht zu nahe an Fassaden errichtet werden, die für solche Hitzen nicht geschaffen sind.

Außerdem muss auf die Abluft (Kohlenmonoxid) geachtet werden, wenn Terrassen teilweise überdacht sind. Und es gilt zu prüfen, ob es einen Kanalanschluss gibt oder ob ein Gartenschlauchanschluss in der Nähe genügt.

Schritt 2:

Egal ob mobil oder nicht, es darf nicht auf wasser- und schneedichte Materialien vergessen werden. Anders als in Florida, wo der Trend herkommt, sollten Freiluft-Küchen in Mitteleuropa auch bei Schneefall im Winter zum Einsatz kommen können. Wetterfeste Materialien sind etwa Marmor, Edelstahl, Aluminium, Granit oder Sicherheitsglas. Zudem braucht es frostsichere Leitungen, wenn auf Strom oder auf Wasserleitung gesetzt wird.

Schritt 3:

Generell sollte bei der Wahl der Geräte überlegt werden, wie im Freien tatsächlich gekocht werden soll: Will man grillen und abwaschen oder will man auch Kuchen und Pizzen backen? Dann reicht vielleicht ein Kombinationsgerät mit Haube. Oder möchte man groß mit Wok und Fritteusen aufkochen – dann ist zu entscheiden, ob man diese Geräte wirklich fix einbauen möchte oder ob man flexibel bei einer möglichen Umgestaltung bleiben möchte.

Wenn man sich für den fixen Einbau zum Beispiel von Wok-Kochfeldern entschieden hat, schlägt sich das im Preis für die Laufmeter der Küchenfläche nieder. Bei den Geräten sollten sich die Köche auch fragen, ob sie vielleicht einen Kühlschrank wünschen.

Schritt 4:

Absolut im Trend liegen derzeit offene Feuerstellen – ähnlich wie Feuerschalen –, die mit Buchenholz und Kohle angeheizt werden. Sie eignen sich für die Zubereitung von Steckerlfisch oder Würstel im Teigmantel, brauchen aber immer einen harten Untergrund.

Ein weiterer Trend sagt viel über die Partylaune der Gastgeber aus: Braucht es neben Kochfeldern vielleicht auch eine Zapfanlage? Die Outdoor-Küche lässt sich tatsächlich mit allen Geräten ausstatten, die der Hobby-Koch sich wünscht.

Schritt 5:

Und zu guter Letzt empfiehlt sich ein Blick in die Haushaltsversicherung. Sind Schäden durch Funkenflüge oder durch Unwetter gedeckt, damit die Grill-Party im Garten nicht zur finanziellen Katastrophe wird?