Genuss 12.01.2013

Pizzeria Riva

© Bild: Gerhard Deutsch

Florian Holzers wöchentliche Restaurantkritik aus dem Freizeitkurier.

Vor vier Jahren beschloss Alexander d'Ambrosio, Schuh-Händler mit neapolitanischen Wurzeln, seiner Leidenschaft für die Nationalspeise seiner Heimat nachzugehen und startete gemeinsam mit dem Wiener Gastronomen Christian Leyerer ein Pizzeria-Projekt auf der Open Air-Gastromeile „Summer Stage“.

Das war so erfolgreich, dass sich die Leute auf die Füße stiegen, und das brachte die beiden Neo-Pizzamacher auf die Idee, so etwas doch auch in einem „echten“ Lokal und zwar das ganze Jahr über zu machen. Das vor ein paar Wochen eröffnete und seitdem also genauso voll ist wie die Sommer-Variante am Donaukanal. Kein Wunder: Das Lokal wurde mit einfachsten Mitteln – Holztische, Fliesen, Papier-Untersetzer im Stil des „Il Gazzetto dello Sport„ und Messinglampen – äußerst geschmackvoll gestaltet, der Teig wird vom neapolitanischen Pizzaiolo aus italienischem Mehl gemacht, nur mit bester Ware belegt und nach entsprechender Ruhezeit in einem eindrucksvollen Pizzaofen-Ufo gebacken – flaumig, saftig, simpel, köstlich. Etwa 40 verschiedene werden angeboten, Klassiker ebenso wie täglich wechselnde (immer aber originale) Eigenkreationen, also keine „ Hawaii“ und keine „Pizza Schnitzel“.
Der Espresso stammt natürlich ebenfalls aus Neapel und ist fantastisch, sogar zwei italienische Designerbiere stehen auf der Karte. Genau so – ohne Kitsch, Fischernetz und Plastik-Käse – macht Pizza wieder Spaß.

Pizzeria Riva,

Wien 9, Schlickg. 2/Türkenstr.,
T 01/310 20 88,
Mo-FR 11.30-14.30, Mo-So 17.30-23,
www.pizzariva.at

Erstellt am 12.01.2013