Genuss
14.12.2015

Wini Brugger eröffnet japanischen Heurigen

Wini Brugger kocht wieder auf: Montagabend eröffnet sein Winisan in der Josefstadt.

Nach dem Ende des bekannten asiatischen Restaurants "Indochine 21" vor zwei Jahren war es um Wini Brugger still geworden. In seinem Koch-Atelier, einem Private Dining Room, huldigt er der Fusionsküche nur noch im kleinen Kreis, und hält so manchen Kochkurs ab.

Bis vor drei Monaten war der Haubenkoch mit diesem Arrangement durchaus zufrieden, bis er und seine einstige Indochine-Geschäftspartnerin Margit Pruckner ein "Knusperhäuschen" in der Josefstadt entdeckten. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Backhaus, das durchaus als urig bezeichnet werden darf. Brugger: "Das Ambiente mit den Heurigenbänken passt perfekt zum unkomplizierten Konzept: Es wird kein Hardcore-Gourmetrestaurant und hat mit dem Indochine nichts zu tun."

Als Vorspeisen tischt Brugger Gemüse-Tempura auf. Der Schwerpunkt der Karte liegt jedoch bei Yakitori-Spießchen vom Huhn (2 Spieße um 9 Euro) mit hausgemachten Saucen wie japanischer Mayonnaise: "Das Motto heißt from 'nose to tail': Neben Bruststücken, gibt es auch Innenfilet, Leber, Magen und Nieren." Passend zur Heurigen-Atmosphäre gibt es Wein und Bier.

Hinter dem Herd steht Wini-san himself.

Info: Winisan, 8., Lange Gasse 34, Dienstag bis Samstag 17 Uhr bis 24 Uhr

14 neue Restaurants

Grünstern Stadtgartenküche, 1010 Wien

Popcorn und Nachos kennen wir im Kino, aber frische Bistro-Küche im Kino ist neu. Die Grünstern Stadtgartenküche von Ario Marzban kocht seit wenigen Wochen im Metro Kino auf. Hinter der gläsernen Rückwand des Kinosaals wurde im historischen Saal der Gastraum eingerichtet, der Sicht auf die Leinwand ermöglicht. Das Team kennen Cineasten bereits vom Festival "Kino wie noch nie" im Augarten.

Info: Grünstern Stadtgartenküche, Johannesgasse 4, 1010 Wien, Montag bis Freitag 14 bis 21 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag 11 bis 21 Uhr

Karma Ramen, 1050 Wien

Ziemlich schick und ziemlich gutes Essen. Der kleine Laden mit den Cartoons an der Wand bei der U-Bahnstation Kettenbrückengasse widmet sich dem traditionellen, japanischen Suppentopf namens Ramen. Die Nudeln macht das Restaurant selber, und beim Zubereiten der Speisen lässt es sich dank offener Küche zusehen.

Info: Karma Ramen, Rechte Wienzeile 2A, 1050 Wien, Dienstag bis Samstag 11.30 bis 14.30 Uhr und 18 bis 23 Uhr

Liebe in der Marktwirtschaft, 1070 Wien

Bei der Marktwirtschaft handelt es sich um eine Markthalle, die kleinen Produzenten den Verkauf ihrer Delikatessen ermöglicht. Im gleichen Loft befindet sich das Restaurant und die Bar namens Liebe in der Marktwirtschaft, die eine sehr ambitionierte Küchen- und Barlinie fährt. Die Limonaden werden selbst gemacht, die Liköre selbst angesetzt und essen kann man hier auch verdammt gut. Frühstück gibt es zwischen 9 und 16 Uhr am Wochenende, unter der Woche von 9 bis 11.30 Uhr.

Info: Liebe in der Marktwirtschaft, Siebensterngasse 21, 1070 Wien, Dienstag bis Samstag 9 bis 24 Uhr, Sonntag 9 bis 18 Uhr

Franz von Hahn, 1020 Wien

Die neue Cocktailbar im minimalistischen Shabby-Chic nahe der U-Bahnstation Taborstraße zieht vor allem Hipster an.

Info: Franz von Hahn, Rotensterngasse 8, 1020 Wien, Montag bis Freitag 18 bis 2 Uhr, Samstag 19 bis 2 Uhr

Delicious, 1060 Wien

Suppe, Salate und Curry: In ihrem neu eröffneten "Delicious" am Naschmarkt (zwischen Suk-Sushi und Café Drechsler) setzt Martina Hinterwallner auf vegane, glutenfreie und kalorienarme Kost wie braunen Reis, Konjakwurzel-Nudeln oder Rohkost-Desserts aus Früchten und Kakao.

Info: Delicious: Linke Wienzeile 22, 1060 Wien, Montag bis Sonntag 12 bis 16 Uhr, 17 bis 22 Uhr

Beer Lovers, 1060 Wien

Im neuen Craft-Beer-Shop des Getränkeherstellers Ammersin in Mariahilf finden Liebhaber 1000 Biersorten von 100 Brauereien. Das stärkste Bier kommt auf 41 Prozent Alkoholgehalt. Bier wird hier nicht ausgeschenkt, dafür gibt es im Verkaufsbereich einen Zapfhahn. Täglich erhalten Kunden via vier Leitungen frisch gezapftes Bier.

Info: Beer Lovers, Gumpendorfer Straße 35, 1060 Wien, Montag bis Freitag 11 bis 20 Uhr, Samstag 10 bis 17 Uhr

Joghurt-Geschäft, 1010 Wien

Sieht aus wie Eissalon, der Kunde bekommt aber einen Schöpfer frisches Joghurt in den Becher. Alle Joghurts (Natur, laktosefrei, griechisch) werden ausschließlich aus Bio-Milch gemacht. Die Kosten: 200 ml Naturjoghurt kommen auf 1,50, 200 ml Fruchtjoghurt auf 2 Euro. Eine Portion Milchreis oder Pudding gibt es um 2,50 Euro.

Info: Klara Fruchtsennerei, Dorotheergasse 7, 1010 Wien, Montag bis Freitag 8.30 bis 19 Uhr, Samstag 9 bis 17 Uhr

MarctStandl, 1120 Wien

Marc Schweiger kurvte bis vor kurzem noch mit seinem Foodtruck namens Road Crêpe durch die Gegend, jetzt ist er sesshaft geworden. Alle Suppen, Currys und Eintöpfe sind nicht nur vegan, sondern auch nach der 5-Elemente-Küche kreiert. Schweigers Gerichte gibt es auch zum Mitnehmen.

Info: MarctStandl, Meidlinger Markt 59-61-63-64, 1120 Wien, Montag bis Freitag 9 bis 18.30 Uhr, Samstag 9 bis 17 Uhr

Von Walden, 1060 Wien

Markus Obleser-Dietrich hat Wiens erstes Steinzeit-Lokal in Mariahilf eröffnet – Anhänger der Paläo-Diät ernähren sich vor allem von Fleisch, Fisch, Eiern, Gemüse, Obst, Nüssen und Honig. Raffinierter Zucker, Getreide und Milchprodukte sind tabu. Das Essen schmeckt und ein paar spezielle Müsli- und Brotbackmischungen gibt es hier auch zu kaufen.

Info: Von Walden, Nelkengasse 8, Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 17 Uhr

Wirtshaus Jerusalem, 1140 Wien

Auf der Karte von Niki Jerusalem finden sich österreichische Klassiker wie Suppe mit hausgemachten Leberknödeln, Rindsgulasch mit Nockerln, oder auch Saisonales wie Kürbisbulgur mit Schafkäse und mariniertem Fenchel. Für die Brettljause serviert er zarten Mühlviertler Speck vom Weideschwein.

Info: Wirtshaus Jerusalem, 14., Flachgasse 5, 1140 Wien, Dienstag bis Samsag 17 bis 24 Uhr

Kleinod, 1010 Wien

Klassiker mit Pfiff servieren die Barkeeper im Kleinod. Die Räumlichkeiten der ehemaligen "Galerie" glänzen nun im Industrial Chic. Passend zur charakteristischen Galerie und zum charmanten Deckengewölbe setzen die Gastronomen musikalisch auf die Swing-Ära: Hits aus den 20ern und 30ern sollen genauso oft gespielt werden wie Soul und Funk.

Info: Kleinod, Singerstraße 7, Ecke Blutgasse, 1010 Wien, Montag bis Samstag ab 16 Uhr

Kuchlmasterei, 1030 Wien

Für das Wiederbeleben der Kuchlmasterei heuerte die neue Betreiberfamilie einen Sternekoch aus Jekaterinburg an. Das Ambiente wurde moderner und so manchen Brimborium entfernt.

Info: Kuchlmasterei, Obere Weißgerberstraße 6, 1030 Wien, Montag bis Sonntag 12 bis 15 Uhr und 18.30 bis 22.30 Uhr

Gulasch- & Champagner-Bar, 1010 Wien

Die kleine Bar im Grand Ferdinand setzt auf deftige Snacks als Unterlage: Hier wird Champagner mit Gulasch (5,5 Euro die kleine Portion), Leberkäse (vom Pferd oder Rind 3,5 Euro), Debreziner (3,5 Euro) oder Pommes Allumettes (3,5 Euro die kleine Portion) kombiniert.

Info: Gulasch & Champagne, Schubertring 10-12, 1010 Wien, 11 bis 00.30 Uhr

Botanical Garden, 1090 Wien

Sammy Walfisch, Barman of the Year, hat mit seinem gastroerfahrenen Bruder in den Räumlichkeiten des ehemaligen Stein's Diners eine Cocktailbar eröffnet. Kräuter und Gewürze wie afrikanisches Basilikum, Aloe Vera oder Galgant werden im Lokal selbst gezogen.

Info: Botanical Garden, Währinger Straße 6–8, 1090 Wien, Dienstag bis Samstag, 17 bis 3 Uhr