Ein neues Geschäft in der Landstraßer Hauptstraße 65 mit ein paar Sitzplätzen verkauft Pastéis de Nata.

© Anita Kattinger

Neues Lokal
02/03/2015

Diese Pudding-Törtchen müssen Sie gekostet haben

Ein neues Geschäft in Wien-Landstraße bietet die portugiesischen Pastéis de Nata an.

von Anita Kattinger

Süß und warm zergeht der Vanillepudding auf der Zunge. Objekt der Begierde sind kleine Blätterteig-Pudding-Törtchen, in Portugal bekannt als Pastéis de Nata oder Pastéis de Belém. Verkauft wird diese Delikatesse seit kurzem in einem kleinen, neuen Geschäft auf der Landstraßer Hauptstraße.
Der ehemalige Weinhändler Paulo Fernandes betreibt mit seinem Geschäftspartner, einem ehemaligen Fußballspieler, die Franchise-Filiale der Törtchen-KetteNata. Die beiden Unternehmer kommen von der portugiesischen Insel Madeira, wobei Fernandes bereits seit einigen Jahren in Wien lebt: "Pastéis de Nata gehören zu Portugal wie der Apfelstrudel zu Österreich. Das typisch portugiesische Frühstück sind die Törtchen und ein Kaffee. Das passt auch gut zu Wien."

Zu haben gibt es neben den süßen Varianten auch pikante mit Hühnerfleisch oder Spinat, die an spanische Empanadas erinnern. Die historischen Wurzeln der Blätterteig-Pasteten liegen ebenso auf der iberischen Halbinsel.

Die Geschichte der Pudding-Törtchen

Kann denn Blätterteig, Zucker, Eigelb und Obers Sünde sein? Im 19. Jahrhundert hätten die Mönche des portugiesischen Hieronymus-Klosters in Belém diese Frage eindeutig mit einem Nein beantwortet. Als Folge der Liberalen Revolution um 1820 wurden zahlreiche Klöster geschlossen und der Klerus vertrieben: Wahrscheinlich hatte ein armer Bettelmönch die Idee, nach einem alten Kloster-Rezept süßes Gebäck zu backen und zu verkaufen. Dank naher Zuckerrohr-Raffinerie fehlte es nicht an der wichtigsten Zutat.
Zu jener Zeit war Belém noch kein Stadtteil, sondern eine Vorstadt Lissabons, die nur mit Dampfschiffen zu erreichen war. Als die nach Landluft hungrigen Städter Belém und dessen altes Kloster für sich entdeckten, kamen sie auch auf den Geschmack der Pudding-Törtchen.

Im Jahr 1837 entstand eine Konditorei in einem Nebengebäude der Raffinerie, die bis heute die Törtchen ganz ohne maschinelle Fertigung nach alter Rezeptur bäckt. Das Wissen um die Köstlichkeit der Törtchen konnten sie hingegen nicht für sich behalten.

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