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Genuss
09/16/2019

Neue Bar: Das Neulich ist erwachsen geworden

Gastro-Quereinsteiger Christoph Rietner hat die Bar neu übernommen und kombiniert Antipasti mit Public Viewing.

von Anita Kattinger

Der Berlin-Style im Neulich war einmal: Christoph Rietner bringt mit der Übername seines bisherigen Stammlokals frischen Wind in die Nachbarschaft.

Er hat die Möbel aus der kleinen Bar hinausgeworfen, für einen sauberen Anstrich gesorgt und Bilder von Künstlern an die Wand gehängt. "Ich wollte ein kleines Wohnzimmer mit guter Qualität, aber leistbaren Preisen schaffen", erzählt der Quereinsteiger und Kommunikations-Profi.

Surfer willkommen

Seinen Job kündigte Rietner Anfang des Jahres, danach tourte er einige Wochen mit einem Campingbus durch Frankreich und Italien. Da er eine Passion fürs Surfen und Snowboarden hegt, setzt er in seiner neuen Bar auf Public Viewing: "Mir hat eine Bar in Wien gefehlt, die auch die Surf-Weltmeisterschaften überträgt. Für die Szene wird es einen Stammtisch geben. Das Alter der Gäste ist bereits hinaufgewandert."

Auf der Speisekarte stehen Antipasti mit italienischer Salami und selbst eingelegten Rotweinzwiebeln (11 Euro) und klassische Toasts. Demnächst wird es auch Kreationen mit Mikrogemüse (Anm: besonders kleine Sorten) aus Wiener Anbau geben. Das große Schremser vom Fass kommt auf moderate 3,50 Euro, das kleine auf 2,50 Euro. Zwar will Rietner das Neulich nicht als Cocktailbar inszenieren, aber es gibt auch ein paar gute Longdrinks mit "Wien Gin" von den Kesselbrüdern.

"Es liegt mir, mich mit den Gästen zu unterhalten. Aber die gastronomischen Aufgaben habe ich unterschätzt – mittlerweile beherrsche ich den Zapfhahn."

Info: Neulich, Neulinggasse 13, 1030 Wien, Dienstag bis Donnerstag 17 bis 24 Uhr, Freitag und Samstag 17 bis 2 Uhr