Was bringt regional?

A vender sorts cucumbers at a vegetable stall at N
Foto: REUTERS/HERWIG PRAMMER  

Fünf Gründe warum sich ein bewusster Einkauf lohnt.

Bewusstes Einkaufen und Konsumieren geht längt über das Bio-Siegel hinaus. Denn beim Kauf von regionalen Produkten weiß man nicht nur woher das Lebensmittel kommt, sondern unterstützt auch lokale Händler und schont die Umwelt. Fünf Gründe warum es sich lohnt regional zu kaufen:

  1. Sicherheit: Zahlreiche Lebensmittelskandale haben Konsumenten wachgerüttelt und sorgen nun dafür, dass regionale Produkte eine stetig steigende Nachfrage erleben. Denn die Nachvollziehbarkeit der Herkunft von regionaler Ware gibt Österreichern Vertrauen und Sicherheit bezüglich der Qualität.
  2. Klimaschutz: Wenn die Tomate vom Feld nebenan und nicht vom Glashaus in Spanien kommt, lässt sich durch den Entfall langer Lebensmitteltransporte klimaschädliches CO2 drastisch reduzieren. Außerdem kauft man automatisch saisonal, was den persönlichen CO2-Fußabdruck stark reduziert.
  3. Vielfalt Wertschätzen: Was in großen Supermarktketten gar nicht auf den Ladentisch kommt, wird beim Bauern ums Eck umso mehr geschätzt. Wer „hässliche“ Gurken, Karotten und Äpfel außerhalb der Norm kauft, hat meist nicht nur gschmackigeres Gemüse, sondern hilft auch Müll zu reduzieren.
  4. Unterstützen: Mit dem Kauf von regionalen Produkten erhöht man automatisch das Bruttoregionsprodukt, hilft Arbeitsplätze in der Umgebung zu sichern und wirkt aktiv gegen das Bauernsterben an.
  5. Kulturelle Identität: Wer Erzeugnisse aus der Region kauft hilft auch dabei, dass regionale Spezialitäten und kulturelle Traditionen nicht in Vergessenheit geraten.

Regional ist nicht gleich regional

Vorsicht ist beim Kauf regionaler Produkte trotzdem geboten. So sieht der Verbraucherschützer Frank Waskow das Problem vor allem in der Dehnbarkeit des Begriffes: „Die Definition, welches Gebiet eine Region genau umfasst, sind für die Verbraucher nicht immer nachvollziehbar“. Denn was als regional bezeichnet werden darf und was nicht, ist nicht verbindlich festgelegt. Darum sollte sich laut Waskow der Konsument beim Kauf regionaler Lebensmittel trotzdem immer zwei Fragen stellen: „Schreibt der Hersteller genau, woher das Produkt wirklich kommt? Und: erscheint mir diese Region regional genug?“

(kurier) Erstellt am