Genuss
17.03.2018

Lasagne in Alufolie? Besser nicht

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat seine FAQs zu möglichen gesundheitlichen Risiken durch Aluminium in Lebensmitteln aktualisiert. Hier die wichtigsten Antworten.

Aluminium kann bereits in unverarbeiteten Lebensmitteln enthalten sein. Eine weitere Quelle sind Lebensmittelverpackungen oder Kochgeschirr aus Aluminium, aus denen Aluminiumionen in Lebensmittel übergehen können.

Solange Alu-Verpackungen beschichtet sind, sind sie bedenkenlos einsetzbar. Und falls diese wirklich nicht beschichtet sind, sollten möglichst keine salzigen oder säurehaltigen Lebensmittel wie Apfelmus, Paradeissaucen, Rhabarber oder Salzhering darin zubereitet oder länger darin aufbewahrt werden.

Achtung bei Säure und Salz

Längst ist bekannt, dass Grillgut nicht in Alutassen, sondern in Edelstahltassen gegart werden sollte. Aber warum ist das so? Der Körper nimmt das Leichtmetall zwar nur in geringen Mengen auf. Aber auch bei gesunden Menschen kann sich das Leichtmetall im Laufe des Lebens, vor allem in Lunge und Skelettsystem festsetzen. Gesunde Menschen scheiden Aluminium über die Nieren aus, für Menschen mit Nierenerkrankungen könnte die Aufnahme gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.

Durch Säure oder Salz ist das Leichtmetall löslich: Aus diesem Grund werden Verpackungen für Lebensmittel wie Getränkedosen oder Joghurtbecherdeckel auf der Innenseite beschichtet, um einen Übergang von Aluminiumionen auf das Lebensmittel zu verhindern.

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt zum Erhitzen, Warmhalten und Aufbewahren säurehaltiger oder salziger Speisen beschichtete Aluminiumschalen zu verwenden. Aluminiumfolien sind für das Aufbewahren und Erhitzen sowie Warmhalten von säurehaltigen oder salzhaltigen Speisen nicht geeignet.

Weitere Fragen und Antworten, wie auch zu alumiuniumhaltigen Kosmetika, finden Sie hier.