© Michael Wissnig

Herzhaft
11/17/2013

Johann Lafer: Eingetopft

Ideal für gesellige Runden: Der Eintopf ist gut vorzubereiten und kocht sich – fast – von alleine.

Das heimische Gulasch, das indische Curry, nordafrikanische Tanjine oder der süddeutsche PichelsteinerEintöpfe finden sich praktisch in allen Küchen der Welt. Kein Wunder, denn die herzhaften Gerichte liefern eine komplette Mahlzeit aus Fleisch und Beilagen, und lassen sich gut vorbereiten: die Zutaten rein in den Topf, umrühren, Deckel drauf, schmoren lassen. Freilich ist es von Vorteil, den Herd im Auge zu behalten. Zumal man die unterschiedlichen Garzeiten der Zutaten berücksichtigen und sie zeitversetzt in den Topf geben sollte. Alles in allem jedoch eine recht simple Zubereitungsart – die aber trotzdem raffinierte Gerichte auf den Tisch bringt. Dabei galten Eintöpfe lange als Arme Leute- oder Restl-Essen. Heute sind der geschmacklichen Vielfalt keine Grenzen gesetzt. Klassisch werden Fleisch mit Gemüse sowie Erdäpfel oder Bohnen kombiniert. Bei Gemüse- oder Fischeintöpfen könen auch Vegetarier mitessen.

Tipp

Wenn es schneller gehen soll, kann man auch mal Bohnen aus der Dose verwenden. Die getrockneten Bohnen in der dreifachen Menge Wasser über Nacht einweichen (12 Stunden mindestens). Beim späteren Kochen dem Wasser kein Salz zufügen, sonst wird die Schale nicht weich.

Soll es nicht scharf werden, die Chilischote einfach weglassen.

Sie können den Eintopf vor dem Servieren nochmals mit etwas Flüssigkeit verdünnen, falls Sie eine suppenähnlichere Konsistenz vorziehen. Falls er zu flüssig ist, mit etwas Speisestärke binden.

Bohnen zusammen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag die Bohnen in reichlich Wasser (nicht gesalzen!) bei mittlerer Hitze langsam weich kochen (ca. 30 Minuten).

Inzwischen Kürbis waschen, entkernen und samt Schale würfeln.

Schalotten und Knoblauch schälen und fein würfeln.

Chilischote halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden.

Alles zusammen in heißem Olivenöl 2–3 Minuten anschwitzen und mit Paprikapulver und Zucker bestreuen.

Dann mit Essig ablöschen, Suppe dazugießen und bei mittlerer Hitze etwa 30 Minuten leise köcheln lassen.

Anschließend mit einem Pürierstab fein mixen und durch ein Sieb in einen anderen Topf streichen.

Gekochte Bohnen zur Suppe geben und bei schwacher Hitze darin noch etwa 25 Minuten ziehen lassen.

Inzwischen Petersilie abzupfen und fein hacken.

Faschiertes mit Ei, Senf, Semmelbrösel und Petersilie gründlich verkneten.

Masse mit Salz, Pfeffer kräftig würzen und zu kleinen Bällchen formen.

Diese langsam in heißem Butterschmalz bei mittlerer Hitze in einer großen Pfanne rundherum etwa 6 Minuten anbraten.

Debreziner in Stücke schneiden und 2 Minuten mit den faschierten Bällchen braten.

Bällchen und Debreziner samt Bratschmalz in tiefe Teller verteilen und Kürbis-Bohneneintopf darüber schöpfen.

Nach Belieben mit etwas frischgezupfter Petersilie bestreut servieren.

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