Genuss
31.07.2017

Italienische Systemgastronomie im Grinzinger "Melrose"

Pizza und Pasta statt kalifornischer Küche in Heurigengegend.

Californian Dining im Herzen von Grinzing – das war die Idee des Restaurants Melrose im schicken Döbling. Sie hat nicht funktioniert, im Herbst des vergangenen Jahres wurde das Lokal geschlossen. Trotz aufwändigen Interieurs, guter (aber sehr teurer) Küche sowie einen tollen Garten.

Beinahe ein Jahr sollte das Haus leer stehen, doch seit Kurzem sieht man, dass daran gewerkelt wird. Jetzt ist klar, von wem. Im September 2017 wird dort eine Filiale der italienischen Restaurantkette „L’Osteria“ eröffnet. Was insofern spannend ist, als immer wieder gemunkelt wird, dass es sich hier um einen schwierigen Platz handle. „Das sehe ich nicht so, im Gegenteil. Wir verfolgen ein Konzept, das sehr familienfreundlich ist, und haben täglich von 11 bis 24 Uhr offen“, gibt sich Franchise-Partnerin und Generallizenznehmerin Maria Klara Heinritzi hoffnungsfroh. Sie ist überzeugt, dass das Konzept für den Platz genau das Richtige ist. Die umliegenden Bewohner seien die Zielgruppe", der größte Fokus wird auf Familien und größere Gruppen gelegt. Es ist ein ganz einfaches Konzept – wir wollen eine Alternative für das Zu-Hause-Kochen anbieten“, so Heinritzi. Es soll auch Take away geben.

Neues Interieur

Dafür wird auch das Innenleben des Melrose erneuert – „weil es ja eine typische L’Osteria sein soll“, sagt Heinritzi. Alle Restaurants haben einen Wiedererkennungswert, werden aber je Standort individuell gestaltet.

Gegründet wurde die Systemgastronomie-Kette L’Osteria 1999 in Nürnberg von den zwei Freunden Friedemann Findeis und Klaus Rader. Das Konzept könnte kaum einfacher sein: „Pizza e Pasta“ vom „Italiener von nebenan“. Inzwischen gibt es L’Osteria-Restaurants an bald 70 Standorten und in vier Ländern, davon alleine 11 in Österreich. In Wien finden sich zum Beispiel am Hauptbahnhof, an der Wirtschaftsuni, Florianigasse sowie Bräunerstraße Filialen.

Der Gesamtumsatz des Unternehmens betrug im Jahr 2016 138 Millionen Euro, es wuchs im Vergleich zum Jahr davor um 35 Prozent. Man setzt auf eine hauseigene Pastamanufaktur, mit saisonalen Kreationen wie etwa mit Wildschwein- oder Lachsfüllung. Die Pizzen sind im X-Large-Format erhältlich, die man auf Wunsch auch mit unterschiedlich belegten Hälften bestellen kann. Darüber hinaus gibt es viele italienische Klassiker – von Antipasti bis Dolci. Die Zutaten kommen zum großen Teil direkt aus Italien.