Der 29-Jährige erkochte sich in seinem "Steira Wirt" drei Hauben.

© /Oliver Wolf

Gault Millau 2015
10/03/2014

Richard Rauch ist Koch des Jahres

Die moderne Wirtshausküche des Küchenchefs vom Steira Wirt mundet Gault Millau.

von Anita Kattinger

M it 17 Jahren setzte Richard Rauch (29) alles auf eine Karte und "spielte" aus reiner Not im familieneigenen Gasthaus in Trautmannsdorf in der Oststeiermark den Küchenchef. Seinen Stil beschreibt der heutige Drei-Hauben-Koch als "moderne Wirtshausküche, die nicht überkandidelt ist".

Elf Jahre nach seinem Karrierebeginn erntet Rauch die Lorbeeren: Der RestaurantguideGault& Millauund AGRANA Austria kürten den Herdvirtuosen Freitagabend zum "Koch des Jahres 2015". Rauch: "Ich freue mich riesig über diesen Titel, der für jeden österreichischen Koch das ganz große Ziel ist. Noch dazu, wo ich doch sehr jung bin und der Steira Wirt keine Großstadt um sich hat."

Martina und Karl Hohenlohe, Herausgeber von Gault&Millau, und AGRANA-Vorstand Johann Marihart feierten mit prominenten Gästen im "Steira Wirt":

Kabarettist und Feinschmecker Thomas Maurer sowie Gabriela und Klaus Buchleitner, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, und viele andere Ehrengäste labten sich an der Kochkunst des Steirers. Sonja Rauch, die gute Seele im "Steira Wirt", spielte ihrem Bruder den Rücken frei und sorgte für Stimmung.

Martina und Karl Hohenlohe begründen ihre Wahl mit der hohen Kochkunst: "In federleichten Menüs kombiniert Rauch mit fast märchenhafter Grandezza scheinbar Gewöhnliches wie Sauerkraut, Schinken, Kaninchen, Kohlrabi mit Exotischem wie Matcha, Yuzu, Dashi, Orangenblüten und kreiert dabei Gerichte, die das abgenutzte Schlagwort von der Erlebnisgastronomie spontan rehabilitieren."

Es war nicht leicht

Aller Anfang ist schwer. Im familieneigenen Wirtshaus zu lernen, war damals für den 17-jährigen Teenager nicht einfach. "In dem Alter hatte ich ganz andere Sachen im Kopf. Ich hab mich nicht als Künchenchef gesehen, sondern als Koch."

Trotz der ersten Haube im zarten Alter von 19 und der aktuellen Ehrung bleibt der junge Küchenchef bodenständig: "Privat bin ich wirklich kein kritischer Esser. Ich lasse mich zu Hause auch gerne von meiner Freundin, die Vegetarierin ist, bekochen. Das öffnet mir die Augen und ermöglicht mir neue Zugänge." Welche Karriereziele er sich noch gesteckt hat? "Eines Tages will ich einen Bauernhof haben und nur Zutaten auftischen, die ich anbaue."Noch hält der 29-jährige Bauernsohn bei 17 von 20 möglichen Punkten. Ende Oktober gibt Gault&Millau die neuen Wertungen bekannt.

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