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Onigiri
07/25/2013

Eckige Reisbälle für den kleinen Hunger

Reis-Snacks für die Pause zwischendurch? Ein kleines Start-up-Unternehmen glaubt daran.

von Anita Kattinger

Heute ist ein großer Tag für Florian Pröll. Der 34-Jährige sitzt mit Merkur-Vertretern an einem Tisch, um diese von seinen Onigiris zu überzeugen. Dabei handelt es sich um kleine Snacks aus Reis, pikant gefüllt und mit Nori-Algen umschlossen. Durch die Algen bleibt der Reis länger frisch. Meistens hat der Snack eine Form eines Dreiecks, so auch die Kreationen von Pröll. Ganz unerfahren ist der Österreicher in Sachen Verhandlungsführung nicht, hat er doch bereits Billa von seiner Geschäftsidee überzeugt. Seit März kann man sich in 24 Billa-Filialen von den Geschmacksrichtungen Thunfisch und Mayonnaise, Huhn mit Apfel und Schafskäse und Rucola überzeugen.

Reis statt Sandwich

Merkur hat in Vorgesprächen schon durchblicken lassen, Interesse an einer Zusammenarbeit zu haben. Mit einem Vorbehalt: Die jetzigen Geschmacksrichtungen seien "zu wenig asiatisch". Heute (Donnerstag) soll es den Segen für drei neue Geschmacksrichtungen geben. Der Jurist hatte die Geschäftsidee, als er vor einigen Jahren in Japan auf die traditionellen 'Reisbällchen' stieß: "In Japan sind Onigiris sehr populär. Dort werden keine Sandwiches gegessen, sondern die Onigiris als Take-away ins Büro oder auch von den Kindern als Jause in die Schule mitgenommen. Neuester Trend sind derzeit Onigiris mit Ketchup gefüllt." Da sich inBerlin und Hamburg dank deutscher Start-ups bereits einige Onigiri-Fans gefunden haben, hofft Pröll auch auf die kulinarische Neugierde der Österreicher.

Aller Anfang ist schwer

Produzieren lässt der junge Jurist bei der Cateringfirma Copaloca in Klosterneuburg. Von seiner Geschäftspartnerin Ayumi Kondo vom Teegeschäft Cha-no-ma beim Naschmarkt bekommt er Rat und tatkräftige Unterstützung: "Sie und ihre Mitarbeiter haben beim Gestalten der Rezepte viel geholfen. Schon alleine wegen der Haltbarkeit des Reis haben wir anfangs herum experimentiert. Die Idee mit Glycerin zu experimentieren, ist schief gegangen – danach hatten wir den ganzen Tag lang Kopfschmerzen."

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