Genuss
18.06.2018

Dieser Whisky kostet 11.600 Euro

Für die exklusivsten Destillate muss man trotzdem noch deutlich mehr hinblättern.

Zweierlei persönlich ausgewählte Fässer, in denen der Whisky ganze 45 Jahre lang lagern und reifen durfte - das sind die Eckdaten, die für Whisky-Experten den Preis des neuen "The Dalmore 45 YO" durchaus rechtfertigen.  Damit fand das edle Destillat aus dem Hause der renommierten schottischen Destillerie auch die Zustimmung von Master-Destiller Richard Paterson, der seit 50 Jahren in der Whisky-Welt zuhause ist und als einer der bekanntesten Destillateure weltweit gilt.

Lange Lagerzeit

Der Whisky lagert zuerst, wie alle Destillate von Dalmore, in ehemaligen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Weißeiche. Dann wird er in seltene Portweinfässer aus 1961 und 1963 des portugisischen Weinguts W&J Grahams umgefüllt. Die derart gereifte Spirituose bekommt dadurch Aromen wie Mandel, Kaffee, Bitterschokolade, Äpfel und Datteln.

Nur 500 Flaschen wurden von dem edlen Whisky abgefüllt, für Österreich und Deutschland sind gemeinsam nur zehn Flaschen erhältlich. Wer ihn verkosten will, hat dazu etwa in der Bar "26 Grad East" im Wiener Hotel Hansen Kempinski (Schottenring 26, 1010 Wien) Gelegenheit.

Spitzenpreise für alte Whiskys

Der teuerste Whisky ist der Neue aus dem Hause Dalmore bei weitem nicht. Doch andere Whiskys aus dieser Destillerie zählen zu den teuersten der Welt. Die Rarität  "Dalmore Trinitas" verkaufte sich 2011 um 136.000 Euro. Auch der "Dalmore 62" erzielte im selben Jahr einen hohen Preis. 145.000 Euro legte ein chinesischer Geschäftsmann für die Flasche hin, die 1943 abgefüllt worden war. Zuvor hatten die verwendeten Whiskys etwa 100 Jahre lang in Fässern gelagert.

Das  Prädikat des teuersten Whiskys trägt seit April allerdings der Single Malt Whisky Macallan 1926. Am Flughafen in Dubai wurden von einem anonymen Sammler 1,2 Millionen Euro bezahlt. 60 Jahre hatte er in Sherry-Fässern gereift, nur 40 Flaschen wurden 1986 abgefüllt.