Bier mit Schmiss: Murauer wehrt sich

Trigos 2010 Preisträger, Lisa MUHR mit Team (Goett…
Foto: /oresteschaller.com Josef Rieberer, Geschäftsführer Murauer-Bier: "Wir wollen gutes Bier herstellen ohne eine politische Bewegung zu unterstützen."

Murauer-Geschäftsführung wehrt sich gegen den Vorwurf, den Burschenschafterball in Graz gesponsert zu haben.

Hunderte Demonstranten protestierten vergangenen Samstag gegen den Burschenschafterball in Graz. Im Vorfeld hatte es einen Shitstorm seitens der "Offensive gegen Rechts Steiermark" als auch der Jungen Grünen gegen die steirische Brauerei Murau gegeben. Der Akademikerball im Grazer Congress würde dazu dienen, "Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und ein menschenverachtendes Elitedenken salonfähig zu machen und als gesellschaftlichen Normalzustand zu definieren", hieß es im Vorfeld. Josef Rieberer, Geschäftsführer der steirischen Brauerei wehrt sich im Interview mit dem KURIER:

Facebook / Offensive gegen Rechts Steiermark Foto: Facebook / Offensive gegen Rechts Steiermark KURIER: Die Vorwürfe lauten, dass Sie den Grazer Akademikerball gesponsert haben. Stimmt das?
Josef Rieberer: Es ist keine finanzielle Unterstützung geflossen, sondern eine Spende in Sachleistung. Murauer ist seit vielen Jahren Lieferant dieser Veranstaltung, genauso wie wir 50 andere Grazer Bälle auch beliefern.

KURIER: Sie haben das Bier gratis zur Verfügung gestellt?
Rieberer: Ja, rund 5 bis 10 Prozent des dortigen Gesamtverbrauchs. Aber das machen wir auch bei Maturabällen. Zeitgleich haben wir auch ein Konzert im Grazer KP-Zentrum mit Bier beliefert. Wir überprüfen von unseren Kunden weder deren politische Einstellungen noch deren Religion. Wir wollen gutes Bier herstellen, ohne eine politische Bewegung zu unterstützen.

KURIER: Werden Sie den Ball nächstes Jahr wieder unterstützen?
Rieberer: Das werden wir entscheiden, falls nächstes Jahr überhaupt eine Anfrage kommen sollte. Da dieser Ball nicht Teil unserer Marketing-Strategie ist, wollen jedenfalls dort nicht mit Werbe-Sujets vertreten sein. Die Marke soll nicht sichtbar sein, da es sich nur um eine Sachspende handelt. Ich als Brauerei-Geschäftsführer habe keine politische Meinung zu vertreten und wir fördern auch keine politischen Gesinnungen.

Wussten Sie von der Sachspende?
Rieberer: Nein, weder Geschäftsführung noch Marketing. Das hat der Außendienstmitarbeiter selbständig entschieden. Dieser hat ein gewisses Budget für Veranstaltungen, über das er frei verfügen kann.

Haben sich Kunden beschwert?
Rieberer: Wir haben hundert Mails mit gleichem Inhalt bekommen, der in diversen Internet-Kanälen kursiert ist. Wegen des Dirty-Campaignings wurden bereits Ermittlungen eingeleitet.

(Kurier) Erstellt am
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