Genuss 11.02.2018

Warum Avocados am Valentinstag richtig sind

Mit Liebe kochen. © Bild: Getty Images/iStockphoto/marilyna/iStockphoto

Trotz Mythen gibt es keine Beweise für aphrodisierende Zutaten – die Fantasie regen sie trotzdem an.

Die Franzosen sagen "mon petit chou" – mein kleiner Kohlkopf, die Russen sagen "ryba" – mein Fischchen, die Amerikaner sagen "Cookie" – mein Keks, und wir kennen das "Honigmäulchen": Liebende geben sich gerne kulinarisch angehauchte Kosenamen. Die Autorin Jasmin Parapatits ging in ihrem Sachbuch "Eine Portion Liebe" der Frage nach, was Essen und Erotik miteinander zu tun haben. Die Antwort ist recht eindeutig: viel. Schon die katholische Kirche sah sowohl die Völlerei als auch die Wollust als Todsünde an. Man durfte essen und miteinander schlafen, solange man keinen Gefallen daran fand. Heute ist das freilich anders: Oft endet der Restaurant-Besuch im Bett und oft beginnt der Tag nach einer gemeinsamen Nacht beim Kaffee am Frühstückstisch. Da passt es doch gut, dass Burmesen das Verb "essen" sogar als Synonym für "miteinander schlafen" verwenden.

Aphrodisierend: Avocados, Honig und Minze

Leider konnte die Schulmedizin bis jetzt keinen Beweis für aphrodisierende Zutaten liefern: Zwar gab es bei Tierversuchen Hinweise auf eine gesteigerte Libido, aber Mensch und Mäuse sind halt doch verschieden. Nur weil es bis dato keine Beweise gibt, heißt es natürlich nicht, dass es diese nicht doch einmal in Zukunft geben könnte. Bis dahin hilft nur das Selbstexperiment: Der Neandertaler nutzte die Kraft von ephedrinhaltigem Meerträubel – ein Kraut, das auch als Aphrodisiakum bekannt ist. Die Alten Ägypter und die Griechen glaubten an die Wirkung von berauschenden Kräuterweinen. Im Orient setzte man auf Mohn und Stechapfel, um die Liebesnacht zu verlängern und die Frau in Trance zu versetzen. Übrigens haben diese Aphrodisiaka eines gemeinsam: Sie sind psychoaktive Substanzen, also Vorsicht.

Neben den bekannten erotischen Zutaten wie Austern, Champagner oder Erdbeeren gibt es laut Parapatits weitere harmlose Ingredienzen für eine heiße Liebesnacht: Ananas, Avocado, Honig, Granatapfel, Minze – oder Sie essen einfache eine Karotte. Die Japaner glauben noch heute daran, dass sie den Geschlechtstrieb auffällig steigern kann.

Paradeisersuppe mit Melone

Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Zucker und Paradeismark dazugeben, kurz anrösten, dann mit Gemüsefond ablöschen, Paradeiser hinzufügen. Aufkochen und 20 Minuten köcheln lassen.

Chili entkernen und fein schneiden. Suppe pürieren und mit Chili, Gin, Meersalz und Pfeffer würzen. Warm halten.

Melone und Papaya entkernen. Mit einem KugelausstecherKügelchen aus dem Fruchtfleisch auslösen. Kirschparadeiser halbieren. Melone, Papaya, Mozzarella und Kirschparadeiser auf Spieße stecken.

Mit Meersalz und Pfeffer würzen und mit etwas Olivenöl beträufeln.

Crème fraîche mit Milch glatt rühren. Suppe mit Crème fraîche garnieren.

Buch "Eine Portion Liebe", nur honorarfrei für Pri…
Rezept aus dem Buch "Eine Portion Liebe". © Bild: Miriam Primik

Lachs mit Safran-Mandel-Reis

Safranfäden zwischen den Fingern zerreiben und mit 300 ml Wasser und den Rosinen verrühren. Ziehen lassen.

Reis in einem Sieb kalt abspülen, anschließend mit dem Safran-Rosinen-Wasser, Butter und etwas Salz in einem Topf aufkochen. Zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 15 Minuten bissfest aufquellen lassen.

Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett rösten und unter den Safranreis mischen. Mit Salz, Pfeffer und Kardamom verfeinern und zugedecktbeiseitestellen.

Lachsfilets mit Küchenpapier trocken tupfen. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und den Lachs darin scharf anbraten. Mehrmals wenden, bis die Filets rundum Farbe genommen haben, aber innen noch schön rosa sind. Pfanne vom Herd nehmen, Lachs kurz ruhen lassen, dann salzen.

Naturjoghurt mit Zitronenabrieb, Minze und etwas Salz vermischen.

Buch "Eine Portion Liebe", nur honorarfrei für Pri…
Rezept aus dem Buch "Eine Portion Liebe". © Bild: Miriam Primik

Schoko und Butter über Wasserbad schmelzen. Eier mit Zucker 8 Minuten aufschlagen. Abgekühlte Schoko-Butter-Mischung dazugeben und weiterschlagen. Mehl mit Salz, Kakao- und Backpulver mischen. Sauerrahm unterrühren. 2–4 Förmchen mit Backpapier auslegen. Teig in die Förmchen füllen und 15–20 Minuten bei 180°C Umluft backen. Auskühlen lassen.

Zucker in einer Pfanne karamellisieren. Haselnüsse untermischen und das Karamell auf ein Blech gießen. Auskühlen lassen, anschließend hacken.

Für die Creme Mascarpone mit Vanille und Staubzucker verrühren. Karamellsauce über einem Wasserbad erwärmen.

Buch "Eine Portion Liebe", nur honorarfrei für Pri…
Rezept aus dem Buch "Eine Portion Liebe". © Bild: Miriam Primik
( kurier.at ) Erstellt am 11.02.2018