© KURIER /Gruber Franz

Rezept
03/16/2013

Am Herd mit Monica Reyes

Kurz bevor sie wieder heim nach Berlin fliegt, kommt die Schauspielerin und Sängerin bei mir vorbei, um ein Rezept ihrer spanischen Mama zu kochen.

von Heidi Strobl

Mutter Spanierin, Vater Australier, aufgewachsen in Graz und in Melbourne, Studium in Wien und in Sydney, derzeit wohnhaft in Berlin, oder wo auch immer ihre Rollen sie hintragen. Das ist das bewegte Leben der 32-jährigen Monica Reyes. Als Schauspielerin gelang ihr 2010 im Kinofilm „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“ der Durchbruch, kürzlich landet sie mit ihrer ersten Single „Schmusen“ auf Platz 1 der FM4-Charts. „Es geht alles, wenn man’s nur auf die Beine stellt“, meint die zierliche Frau, die voller Energie und doch auch Gelassenheit steckt. Verheiratet ist sie mit Emanuel Heisenberg, einem Enkel des Physikers und Nobelpreisträgers Werner Heisenberg. Damit sich das Kochen vor ihrem Abflug nach Berlin auch wirklich ausgeht, bringt sie Hühnerkeulen mit. „Meine Mutter würde ein ganzes Hendl dafür nehmen.“
Flott rührt sie eine Zitronensauce zusammen und streicht die Keulen damit ein. Mit der Marinierzeit schummeln wir natürlich auch. Großzügig verteilt Monica Knoblauch in der ofenfesten Form und viel Olivenöl. Die Sommer ihrer Kindheit verbrachte sie bei der Verwandtschaft in Spanien, was sie sehr genoss. „Wir sind Familienmenschen.“ Karotten schneiden, Huhn drauf, ab ins Rohr. Fertig. „Zu Hause würd’ ich mich jetzt ans Klavier setzen.“

Musik zu machen, begleitet sie und ihre beiden Schwestern schon immer, ihr Vater, der früher an der Uni Graz unterrichtete, ist Gitarrist. Beim Huhnübergießen stellt sich die Frage: Bier oder nicht? „Meine Mutter kocht alles mit Bier.“ Aber nein, wir lassen es lieber weg. In aller Ruhe genießen wir dann unser Essen, ganz auf spanische Art.

Huhn a la mama

Die Zutaten:

2 Hühnerkeulen1 Zitrone, Olivenöl, Salz, Pfeffer, 2 große Karotten, 4 mittelgroße Erdäpfel, 6 Knoblauchzehen, Petersilie

Huhn waschen, trocken tupfen. Die halbe Zitrone auspressen, mit 1-2 EL Öl, einer Prise Salz und Pfeffer verrühren.

Huhn damit einstreichen, ein bis zwei Stunden ziehen lassen. Reichlich Öl in eine ofenfeste Form gießen, geschälte Knoblauchzehen hineinlegen. Karotten schälen, würfeln, dazugeben. Erdäpfel schälen, vierteln, ebenfalls dazulegen.

Zweite Zitronenhälfte in Scheiben schneiden, Scheiben unter die Hühnerhaut schieben.

Huhn salzen, aufs Gemüse legen, bei ca. 220°C eine Stunde braten. Mit Petersilblättchen bestreuen.

Gibt es einen prägenden Geschmack aus Ihrer Kindheit? Der frische Oregano hinter unserem Haus in Spanien. Was würden Sie nie essen? Fleisch aus nicht artgerechter Tierhaltung. Welche Küche der Welt ist Ihnen am liebsten? Die Spanische. Ihr Lieblingslokal? „Zur Dankbarkeit“ in Podersdorf und „Bebe Rebozo“ in Berlin. Welche Speise vermag es, Sie zu trösten? Steirisches Kernöl in der Fremde.

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