Genuss 21.12.2012

60.000 Liter Brunello verschüttet

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Der Angestellte einer Weinkellerei verschüttete aus Rache Wein im Wert von Millionen

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Guter Brunello di Montalcino ist für Weinfreunde wie Weihnachten, Ostern, Geburtstag, Hochzeit (oder Scheidung) zugleich. Der Wein hat seinen Preis, das schon, aber der Kult um das halbe Dutzend Brunello-Produzenten, die guten Wein machen, überstrahlt alles. Der mittelalterliche Ort Montalcino südlich von Siena mit seinen Vinotheken und Gasthäusern gilt den Weinfreunden als Vatikan.

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Nun muss man sich vorstellen, was einen Mann dazu bewegen kann, 60.000 Liter dieses berühmten und nicht gerade billigen Trinkstoffs einfach der Erde zu überantworten. Im Volksmund: weg schütten. Alleine die Schlepperei der Flaschen spricht dafür, dass sein Gefühl länger anhaltend und kräftestiftend gewesen sein muss. Rache soll es gewesen sein, die den Angestellten der Weinkellerei des Schlosses Case Basse (Flaschenpreis 250 Euro) zur Vernichtung eines flüssigen Vermögens vonmehreren Millionen bewog.

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Rache gegen den Manager des Weinkellers, von dem sich der Mann gedemütigt und zurückgesetzt fühlte, wie es heißt. Der Majy-Event für Weinfreunde. Der Angestellte und nunmehr Ex-Angestellte wurde übrigens von der italienischen Polizei festgenommen.

Info:

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Brunello entsteht aus einem Sangiovese-Klon. Der Wein, dessen Ruf während der letzten Jahrzehnte durch Mengenausweitung und Panscherei etwas angeschlagen wurde, zählt dennoch zu den am meisten geschätzten Weinen der Toskana. Seine Lagerfähigkeit wird als enorm beschrieben. Brunellos aus guten Jahren, die nach alter Methode produziert wurden, haben eine Lebensdauer von locker zwanzig Jahren.

Erstellt am 21.12.2012