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Genuss
07/14/2019

10 Dinge, die Sie mit Marillen anstellen sollten

Die kurze Marillen-Saison hat begonnen: Wem ein Kuchen zu langweilig sein sollte, der kann sich an Eis oder Limonade versuchen.

von Anita Kattinger

Die Frühsorten der leuchtend orangen Früchte werden seit Mittwoch in der Weltkulturerberegion geerntet. Der Beginn der Haupternte efolgt ab Anfang nächster Woche. Übrigens wird die Wachauer Marille mit einem eigenen Marillenkirtag in Spitz von 19. bis 21. Juli und beim Marillenfest "Alles Marille" von 12. bis 14. Juli in Krems gefeiert.

Die echte Wachauer Marille ist am entsprechenden Logo auf den Kartons erkennbar, das ein Marillenzisterl zeigt. Das Siegel des Vereins dürfen nur Betriebe führen, die sich verpflichten, die seit mehr als 100 Jahren in der Wachau üblichen Sorten von besonderer Qualität zu produzieren.

Geerntet werden die vollreifen Früchte in Handarbeit mit dem Wachauer Marillenzistel, dem traditionellen Pflückkorb für die Marille. Durch seine schmale und spitz nach unten zusammenlaufende Form kann mit dem Zistel einfacher in den hohen Bäumen geerntet werden, und der Druck auf die unten im Pflückkorb liegenden Marillen wird dadurch nicht zu groß.

Käse mit Marillen

Käse-Sommeliers wissen das schon längst: Der süße, fruchtige und leicht säuerliche Geschmack von Marillen passt besonders gut zu Käse. Generell lassen sich alle Käsesorten ganz nach den eigenen Vorlieben verwenden. Tipp: Der spanische Schafskäse Manchego aus der Region Kastilien-La Mancha harmoniert mit seinem milden, leicht säuerlichen Geschmack.

Marille am Stiel

Sorbets bestehen aus Fruchtsaft, Fruchtpüree und Zucker. Wer also den puren Geschmack der Früchte liebt, muss nur die Früchte pürieren, in die Eisformen füllen und einfrieren. Alternativ kann man Wasser und Zucker zu einem Sirup köcheln lassen, mit dem Fruchtpüree gut vermischen und dann in die Formen abfüllen.

Quinoa-Salat mit Marille und Haselnüssen

Quinoa, Couscous oder Bulgur eignen sich wegen ihres milden Geschmacks gut als Basis für fruchtige Salate mit Marillen oder Feigen. Aufgepeppt werden kann der Salat mit Blattspinat und Haselnüssen.

Limonade mit Marillen

500 Gramm Marillen mit 1 TL Weinsäure und 100 Gramm Zucker aufkochen, bis die Marillen ganz weich sind. Dann die gesamte Masse durch ein sehr feines Sieb drucken und die Flüssigkeit auffangen. Dann die Zuckermischung mit den passierten Marillen gut vermischen, damit sich der Zucker ganz auflösen kann. Optional: Mit Thymianzweigen aufkochen. Wem das zu aufwendig ist, der kann auch nur das Leitungswasser mit Marillen parfümieren.

Gegrillte Marillen

Gegrillte Marillen machen sich gut bei jeder Grill-Party: Ob mit Vanille-Eis serviert oder mit Hühnerfleisch. Fleisch? Den Spieß abwechselnd mit Hühnerfleisch und Marillenhälften bestücken, überrascht man die typischen Fleischtiger. Tipp: Falls das Wetter keine Grill-Partys zulässt, können die halbierten und entsteinten Marillenhälfte auch mit Butter in einer Grillpfanne gegrillt werden (jede Seite 2–3 Minuten).

Joghurt mit Marille

Im Sommer braucht es oft gar nicht mehr als diese einfachen Zutaten: ein gutes Joghurt und Früchte.

Klassische Marillenmarmelade

Die Grundregel lautet pro Kilogramm Marillen 500 Gramm Kristallzucker oder Gelierzucker. Nach der Gelierprobe die Marmelade in saubere Einmachgläser füllen. Wer will, kann 1 cl Marillenschnaps hinzufügen und anzünden. Die fertig gefüllten Gläser sofort verschließen.

Palatschinken mit Marillenmarmelade

Die selbst gemachte Marillenmarmelade passt nicht nur auf das Butterbrot, sie macht sich auch in der eingerollten Palatschinke gut.

Marillenkuchen

Foodbloggerin Alexandra Palla empfiehlt für eine kleine Form drei Eier mit 150 Gramm Feinkristallzucker schaumig schlagen, anschließen die Zucker-Ei-Masse mit 125 Gramm Mehl, 1 TL Backpulver und 125 Gramm Sonnenblumenöl verrühren und in eine gebuttert Form gießen. Nun mit 500 Gramm Marillenhälften belegen und bei 170 Grad rund 40 Minuten backen.

    Marillenknödel

    Erdäpfelteig oder Topfenteig? Alles falsch: Brandteig geht viel schneller und wird gelegentlich in Wachauer Gasthäusern serviert. Der Weinviertler Koch Manfred Hausgnost kochte mit Gault-Millau-Herausgeberin Martina Hohenlohe die perfekten Marillen-Knödel.