Diese Bücher empfiehlt Kabarettistin Nina Hartmann
„Good Weibrations“ auf der Bühne, als Monster-Professorin bald im Kino. Und im Bücherregal der Kabarettistin?
Wo gute Laune herrscht, ist sie oft nicht weit. Unermüdlich tourt Nina Hartmann mit ihrem Programm „Good Weibrations“ durchs Land, „so lange bis ganz Österreich vor guter Laune strotzt“. Eine Frau, ein Auftrag: bis der Letzte lacht. Davon weicht die fidele Tirolerin auch bei ihrem neuesten Projekt nicht ab. Für das wird sie gar zum Monster. Doch ob das passt?
Keine Sorge, es ist eh ein liebes Ungeheuer. Im Animationsfilm „Monster Mia“ synchronisiert Hartmann die Professorin Simsala, die Mia und ihre Monsterfreunde in der gruseligen Finsterwald-Akademie unterrichtet. Mit Tiroler Zungenschlag. „Ein Riesenspaß.“ Kinostart: im Oktober.
Mag große Geschichten mit crazy Twist: Nina Hartmann
©Kurier/Barbara NidetzkyLieblingsautor John Irving
Lachen und Lesen, beides ist für Nina Hartmann unabdingbar. Das heißt: praktiziert wird jeden Tag. Letztgenanntes immer am Abend. „Mehr Entschleunigung geht nicht. Abends Serien zu schauen habe ich mir völlig abgewöhnt. Nach einem langen Tag will ich keinen Screen mehr sehen, und beim Lesen kann ich völlig in eine andere Welt abtauchen.“
Der absolute Lieblingsautor der Kabarettistin: John Irving. „Von ihm habe ich jedes Buch gelesen – und ich beneide jeden, der diese Lektüre noch vor sich hat.“ Hartmann liebt den nahbaren Stil des amerikanisch-kanadischen Kultautors, wie er es schafft, dass sie seine Geschichten fühlen, riechen, schmecken kann. Und ist fasziniert davon, dass Irving beim Schreiben seiner Romane stets mit dem Ende beginnt. Greift sie ein Buch von ihm heraus, wählt sie „Die wilde Geschichte vom Wassertrinker“ – die erzählt vom haarsträubenden Leben des Schlawiners Bogus Trumper und seinen Problemen, die weit reichen: von einer schwangeren Geliebten bis zu einem Filmemacher, der sein gescheitertes Leben dokumentieren will.
Liebt Lesen: Serienschauen am Abend hat Hartmann sich abgewöhnt
©Kurier/Barbara NidetzkyHippies und Astronauten
Bissig, witzig und skurril ist das. Genau so, wie Hartmann es an Romanen liebt. Da ist der Schritt zu T.C. Boyle natürlich kein großer. Auch der liebt schräge Geschichten. Sein Roman „Drop City“ vereint jede Menge irrwitziger Ingredienzien. Freie Liebe, Drogen, eine Hippie-Kommune, die von Kalifornien nach Alaska umzieht und ihr unaufhaltsames Scheitern an dieser Gegenwelt – „ein Buch, das ich wirklich jedem uneingeschränkt empfehle.“
Der dritte Buchtipp von Nina Hartmann, erst kürzlich von ihr gelesen: „Atmosphere“, von Taylor Jenkins Reid. Die Story: Eine Astrophysik-Professorin und ihre Ausbildung zur Astronautin für ihren ersten Flug mit dem Space Shuttle ins All. Intensiv – auch weil sie dabei der Liebe ihres Lebens begegnet. In den USA avancierte der Roman zum Nr. 1-Bestseller. Auch Hartmann hat die packende Handlung von der ersten Minute an gefesselt. „Wenn ich in den Himmel und die Sterne schaue, denke ich immer automatisch an dieses Buch.“
Im Kino demnächst als Stimme: Hartmann synchronisiert für den Animationsfilm "Monster Mia"
©Kurier/Barbara NidetzkyDie Bücher im Überblick:
- John Irving: „Die wilde Geschichte vom Wassertrinker“ – skurriles Schlawiner-Leben
- T.C. Boyle: „Drop City“ – was bleibt von der Flower-Power übrig, wenn Hippies von Kalifornien nach Alaska umziehen?
- Taylor Jenkins Reid: „Atmosphere“ – eine Frau und ihre harte Ausbildung zur Astronautin, große lesbische Liebe inklusive
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