Alfons Haider bevorzugt Wohnungen in der obersten Etage. "Ich brauche den blauen Himmel!"

© Kurier/Gilbert Novy

Interview
02/17/2020

Meine erste Wohnung: Alfons Haider - Allein zu Haus

Er hat etliche Jahre aus dem Koffer und in Hotels gelebt. Der Schauspieler über seine erste Wohnung und wie er heute wohnt.

von Cordula Puchwein

Wie ist die erste eigene Bleibe in Erinnerung?

Alfons Haider: Das war eine Studentenwohnung im 9. Bezirk, Wilhelm-Exner-Gasse, oberster Stock mit Terrasse. Wunderschön. Hochgerechnet auf 40 Berufsjahre habe ich gut viereinhalb Jahre in Hotels gewohnt. Da sehnt man sich nach einem Nest. Das bedeutet für mich nicht Luxus oder Penthouse, sondern wie in der Studentenwohnung gemütlich mit seinen Wohlfühlsachen zu wohnen. Mein Zuhause war und ist ein Platz der inneren Ruhe.

Gab es auch Haushaltskatastrophen?
Eine aus meiner Studentenwohnung ist mir in Erinnerung. Da hatte ich ein Aquarium mit Fütterautomat.

Damit die Fische auch versorgt sind, wenn ich mal nicht da bin. Das war auch so, als Wien von einer Hitzewelle heimgesucht wurde. Da hat sich das  Aquarium offenbar so sehr aufgeheizt, dass die Scheiben gesprungen sind und sich 600 Liter Wasser in die Wohnung ergossen. Für die Fische kam jede Rettung zu spät.

Wie waren Sie eingerichtet?

Zusammengestoppelt, samt aufklappbarer Ikea-Matratze am Boden. Es war alles sparsam, gleichzeitig irrsinnig schön. An das besondere Gefühl der eigenen Wohnung erinnere ich mich gut. Auch die Freiheit der eigenen Feste, zu denen man einladen konnte, wen man wollte, war wunderbar.

Welche Möbel haben Sie begleitet?

Ich habe im Laufe meiner künstlerischen Laufbahn, egal ob im Theater, Film oder Fernsehen, immer wieder um ein Versatzstück gebeten. Deshalb habe ich Dinge wie etwa eine Waffe aus einer James-Bond-Parodie, eine Krone aus „The King and I“ oder einen kleinen Wurlitzer. All das ist in einer Glassäule untergebracht und repräsentiert so ein bisschen mein Arbeitsleben, ohne museale Absicht. Grundsätzlich habe ich mich beim Einrichten niemals Trends unterworfen, ich habe aber ein Faible für helle Holzfarben und für Weiß.

Sind Sie oft umgezogen?

Vier Mal, wobei ich etwa im zehn Jahresrhythmus umziehe, meist weil ich das Interessante oder Schöne der Wohnung und des Umfeldes  nicht mehr wahrnehme. Dann ist es Zeit für eine Luft- und Blickveränderung. Ich bin ein Städter und lebe besonders gerne im 6.und 7. Bezirk. Der kulturelle Mix gefällt mir da irrsinnig gut.

Was ist Ihnen wichtig bei einer Wohnung?

Dass sie ganz oben ist. Hat wohl mit meiner Sehnsucht nach Freiheit zu tun. Ich brauche den blauen Himmel. Von meinem Schlafzimmer aus kann ich auf den nächtlichen Sternenhimmel blicken. Das ist mein Wohnluxus.

Im Laufe seiner 40 Bühnenjahre durchlief Alfons Haider verschiedene musikalische Genres. Mit Singspielen, Operetten, Musicals spannt sich der Bogen von Kurt Weill und Rodgers & Hammerstein über Strauss und Lehár bis zu Cole Porter und Irving Berlin.

In den vergangenen Jahren wurde durch zahlreiche Musikproduktionen, Fernsehauftritte und seine Kabarettrevuen auch seine Liebe zum Gesang neu geweckt. Eines von vielen Bühnenhighlights im Jahr 2020 ist das erfolgreiche Musical "Heidi", zu sehen am 23. und 24. Mai in der Wiener Stadthalle. Darin schlüpft Alfons Haider in die Rolle des Herrn Sesemann. Ihm zur Seite: Vanessa Zips und Maya Hakvoort.

www.haider.at

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