Salz & Pfeffer: Merak

Restaurant Merak
Foto: KURIER/Gilbert Novy Restaurant Merak, Wien 15

Pljeskavica, Ražnjići und Ćevapčići - Kroatien gleich hinter dem Westbahnhof.

Balkan-Lokale, wie man sie kennt: offener Holzkohlengrill, Kotelettes, Pljeskavica, Ražnjići und natürlich Ćevapčići, gerne auch in der 50er- oder 100er-Vorteilspackung. Eh wunderbar, aber der in Sarajevo geborene ehemalige Profifußballer Mirnel Sadović wollte beweisen, dass man am Balkan auch anders, feiner essen könne. Und machte daher ein eigenes Lokal gleich hinter dem Westbahnhof namens „Merak“ auf, was so viel bedeutet wie „gutes Gefühl“ oder „Gusto“, mit elegant-jugendlichem Design in Holz, Ziegel und Fliesen, mit einer großen offenen Küche und mit einer – der beste Platz im Lokal – Fensternische, in der man sich auf Pölstern um ein Kaffee-Tischchen setzen kann.
Der wesentliche Punkt sei aber der Holzkohlengrill, „weil das gibt den echten Geschmack“. Um diesen „echten Geschmack“ bieten zu können, werden auch die Bratwürste selbst gemacht und die Ćevapčići ausschließlich aus Kalbfleisch hergestellt. Man bekommt sie zu fünf oder zehn Stück entweder mit am Grill geröstetem Fladenbrot oder in einer Joghurt-Sauce, sie sind mild und ohne Zwiebel – den nimmt man nach Belieben extra dazu (4,50 €). Auch die Hühnerspieße sind nicht übermäßig stark gewürzt
(gutes Anzeichen dafür, dass die Ware frisch ist), aber punktgenau saftig gegrillt, köstlich rauchig und vor allem mit dem hausgemachten Ajvar eine Freude (7,90 €). Will man stilgerecht den Durst stillen, nimmt man das Trink-Joghurt, gerade zu den Ćevapčići das Beste, was man sich vorstellen kann. Und nachher einen bosnischen Kaffee aus dem Kännchen mit einem Stückchen süßen Lokums – fast wie im Urlaub.

Merak,
Wien 15, Mariahilfer Str. 139,
Tel: 0676/572 64 50,
Mo-So 11-22
 

    Max.
Küche 24 35
Keller 5 10
Service 14 15
Atmosphäre 13 15
Preis/Wert 17 20
Familie 4 5
  77 100

florian.holzer@kurier.at

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(KURIER freizeit am Samstag) Erstellt am
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