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freizeit | Salz und Pfeffer
06/02/2019

Florian Holzers Restauranttest: Seven North

Israelische Küche gibt es jetzt auch in der Schottenfeldgasse.

Es ist das erste Mal, dass der israelische Star-Koch Eyal Shani eines seiner Restaurant-Konzepte außerhalb Israels verwirklicht – seine „Miznon“- Imbisslokale gibt es neben Tel Aviv ja schon in Paris, New York und auch in Wien . Das „Seven North“ im neuen „Max Brown“-Hotel ist riesig, erinnert ein bisschen an eine Mischung aus Disco und Diner, die Küche ist offen, die Umgangssprache Englisch, die Musik laut. Und noch mehr läuft hier anders als gewohnt: Die Gerichte kommen an den Tisch, wie sie fertig sind, die Reihenfolge ist also Zufall. Auch nicht unoriginell: Wenn der Kellner meint, dass zum lauwarmen, saftig-zarten, rosigen Roastbeef mit Tomatensamen, Frühlingszwiebel und Olivenöl (grandios!) die im Papier gebackenen Spinatstengel mit Parmesan passen, dann stellt er sie einfach auf den Tisch (14,50 €). Unbedingt nehmen sollte man „Spicy Plate“, ein Schüsselchen voll mit roter Salsa, Spinat, Tomaten-Salat und gehackten Pfefferoni, als Salat, mit Brot oder zum Fleisch, ganz egal (5,– €), auch der frische Salat aus der Altstadt Jerusalems – Tomaten, Zwiebel, Petersil, Gurken, alles ganz fein verhackt und von explosiver Frische – ist köstlich (10,– €). Den legendären Karfiol aus dem Rohr, Eyal Shanis berühmtestes Gericht, muss man sowieso nehmen (10,– €), die Interpretation der israelischen Nationalspeise Sabich kann man sich dafür sparen (13,50 €). Im Gegensatz zur gerösteten Hühnerleber mit Kartoffeln, Frühlingszwiebeln und Tahine – die ist schlichtweg genial (12,50). Schade, dass es keine Weine und Biere aus Israel gibt, dann wäre das Tel-Aviv-Feeling perfekt.

Seven North
Wien 7, Schottenfeldg. 74,
Tel: 01/376 10 77,
So-Do 12-01, Fr, Sa 12-03,
www.sevennorthrestaurant.com

Bewertung:
   Küche: 27 von 35
   Keller: 4 von 10
   Service: 14 von 15
   Atmosphäre: 13 von 15
   Preis/Wert: 16 von 20
   Familie: 3 von 5
Gesamt: 77 von 100

florian.holzer@kurier.at