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freizeit
02/07/2014

Salz & Pfeffer: Heuer am Karlsplatz

von Florian Holzer

Wahrscheinlich hätte es wohl gereicht, das Kunsthallen-Café am Karlsplatz einfach ein bisschen zu renovieren und hier die Sachen zu servieren, die es in anderen Szene-Lokalen mit toller Terrasse halt auch gibt, Blattsalat mit gegrillten Hühnerbruststreifen, Mozzarella mit Tomaten, Fisch-Curry und Beef tatar. Das hätte der Beliebtheit des Cafés mit seiner prächtigen Terrasse keinen Abbruch getan.

Das war aber eben überhaupt nicht das Konzept der neuen Betreiber rund um den Unternehmer Andreas Wiesmüller und den Betonküche-Macher Javier Mancilla, im Gegenteil, und schon gar nicht war es das Konzept von Koch Peter Fallnbügl. Der begann schon vorigen Herbst damit, Dinge einzulegen, Sauerkraut anzusetzen, Liköre, Marmeladen und Sirup in große Gläser zu füllen. Und die zieren jetzt nicht nur äußerst eindrucksvoll die einzige Wand des Lokals, die nicht aus Glas ist, sondern ihr Inhalt kommt auch bei fast jedem Gericht vor. Etwa bei Wildkräutersalat mit gebratenem Chicoree und „Salzrhabarber“ – den feststofflichen Rückständen eines Rhabarber-Essig-Ansatzes –, dazu gibt’s frisch gebackene Brotfladen aus dem Tandoori-Ofen (7,50 €). Oder in der Folie gegarte Rote Rübe mit Fleur de Sel und selbst gemachtem Graumohnsenf, sehr apart (4,80 €). Der Saibling kommt direkt aus dem Räucherofen aufs Zeitungspapier (15,50 €), die Bratwurst produziert der derzeit allgegenwärtige Fleischhauer Leopold Hödl mit diverser Einlege-Ware aus Fallnbügls Gläsern, das Sauerkraut dazu: perfekt. Endlich das wirklich etwas andere Szene-Lokal.

Heuer am Karlsplatz, Wien 4, Treitlstr. 2, ☎ 01/890 05 90, Mo-So 9-2, www.heuer-amkarlsplatz.at

Max.
Küche 27 35
Keller 7 10
Service 12 15
Atmosphäre 14 15
Preis/Wert 17 20
Familie 4 5
81 100

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