© Deutsch Gerhard

freizeit
10/22/2013

Salz & Pfeffer: Österreicher im MAK

von Florian Holzer

Als das Restaurant im MAK 2006 mit neuem Design und Namen eröffnete, hieß es, dass das der Prototyp eines neuen Konzeptes sei und man spätestens 2008 die nächsten Filialen eröffnen werde. Bis auf ein fallweise bespieltes Zimmer im Rathauskeller wurde da aber nichts draus, Helmut Österreicher verließ das Projekt vor geraumer Zeit, es wurde ein bisschen still um Österreichs schönstes Museums-Lokal. Um das zu ändern, holte man jetzt einen Koch, der alles andere als still ist, nämlich Bernie Rieder, in den vergangenen Jahren fast mehr in der Society-Presse als in Restaurantküchen anzutreffen. Und der will hier nun beweisen, dass seine sehr eingenwillige, kreativ-pannonische Küche, wie er sie einst im „Inamera“ oder in „Das Turm“ zelebrierte, immer noch spannend ist: Dim Sum vom Schweinsbraten mit Muskatellerkraut und Apfelkren ist zwar eher ein knuspriges Wan Tan, aber deshalb nicht weniger köstlich (12,50 €). Rieders Spezialität, geschmorte Entenmägen, platziert er in Sellerie-Lasagne, ein Aroma-Feuerwerk (18 €), auch seine Version vom Szegediner Krautfleisch ein Geschmacks-Konzentrat (14,90 €). Und selbst zum Thema Rindfleisch fällt ihm eine Menge ein, etwa Filet in Blaufränkisch rosa gegart oder das kernige „Flap Meat“. Viele neue Ideen im großen Lokal.

Österreicher im MAK, Wien 1, Stubenring 5, ☎ 01/714 01 21, Mo-So 11.30-15, 18-23 Uhr, www.oesterreicherimmak.at

Max.
Küche 28 35
Keller 6 10
Service 12 15
Atmosphäre 14 15
Preis/Wert 15 20
Familie 3 5
78 100

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare