Das Salzamt in Wien: Hat sich da ein Lokal neu erfunden?
Ein Lokal, dass es seit mehr als 40 Jahren gibt. Ob es sich nach all den Jahren neue erfunden hat?
Wie ist die Vorgeschichte?
Das „Salzamt“ gibt es schon seit mehr als 40 Jahren. Lange Zeit war das Lokal mit der gelungenen Inneneinrichtung von Hermann Czech ein überaus beliebter Szene-Treff mit viel Künstlerpublikum. An der Einrichtung hat sich bis heute nichts geändert. Die Küche war mal besser, mal weniger gut, insgesamt aber nie mehr als solide. Seit einiger Zeit aber sorgt dort der derzeitige Küchenchef Andreas Stirn für eine herausragend gute französische Küche. Ein Wandel, der in aller Stille erfolgte, denn für viele ist das „Salzamt“ noch immer das, was es einmal war.
Beschreibung
€€€
91/100
Wie wird jetzt im Salzamt gekocht?
Nach dem Vorbild einer französischen Bistro- und Brasserie-Küche. Das ist insofern erfreulich, weil die französische Küche in Wien seit jeher ein Schattendasein führt. Ganz hervorragend die Foie gras maison, die man so gut kaum woanders bekommt. Top-Qualität auch bei den Crevettes roses mit hausgemachter Mayonnaise. Es gibt bretonische Artischocken mit Vinaigrette, eine wunderbare Landpastete mit Pistazien, ein saftiges Bœuf bourguignon von den Ochsenbacken, ein gebackenes Bries und ein Salade landaise mit Entenkeule, Entenmägen, Äpfeln und Foie gras.
Wie ist die Atmosphäre?
Das Salzamt war immer schon ein lockeres und zwangloses Lokal. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Vor allem draußen zu sitzen, direkt am Ruprechtsplatz – gegenüber der ältesten Kirche der Stadt –, hat einen eigenen Charme.
Wie ist die Weinauswahl?
Klein, mit vorwiegend Bründlmayer-Weinen seit Beginn in den 1980er-Jahren. Nun will der umtriebige Restaurantleiter Tibor Nemeth die Karte stark erweitern, auch Naturweine soll es künftig geben. Keine schlechte Idee.
Bewertung
45 von 50
12 von 15
9 von 10
25 von 25
Kontakt
Restaurant Salzamt Wien 1010, Ruprechtsplatz 1
Täglich von 17:00–01:00 Uhr