FILE PHOTO: American rapper Jay-Z performs at Bercy stadium in Paris

© REUTERS / Benoit Tessier

Freizeit Kulinarik
02/23/2021

Jay-Z und Louis-Vuitton-Konzern lassen die Korken knallen

Moet-Hennessy kauft 50 Prozent des Kult-Champagners "Ace of Spades".

von Bernhard Praschl

Der US-Rapper Shawn "Jay-Z" Carter ist nicht der einzige Musiker oder Promi mit einem guten HĂ€ndchen fĂŒr kulinarische GeschĂ€fte. Aber das dĂŒrfte ihm nicht so schnell einer nachmachen. Sieben Jahre ist es her, dass der SĂ€nger, der als reichster Rapper der Welt gilt, die eher Spezialisten bekannte Champagner-Marke Armand de Brignac gekauft hat. Deren Kultflaschen mit dem Namen "Ace of Spades" werden um die 300 Euro gehandelt, sind also eher nichts fĂŒr den Massenmarkt.

Jetzt aber ist mit Bernard Arnault der Chef des französischen Luxuskonzerns LVMH (Louis Vuitton, Moet Hennessy) mit einer HĂ€lfte-Beteiligung eingestiegen. Diese UnterstĂŒtzung dĂŒrfte die Bekanntheit des hochpreisigen GetrĂ€nks noch einmal pushen. Denn Moet Hennessy kann mit seinem globalen Vertriebsnetz "Ace of Spades" auch jenen schmackhaft machen, die sich nicht ĂŒber Rap-Videos in Sachen Lifestyle weiterbilden. 

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Originell auch die Geschichte, wie es ĂŒberhaupt zu Jay-Z's french connection kam. Bis Mitte der Nuller-Jahre lag bei US-Rappern und deren Fans der Louis Roederer-Champagner mit dem Namen Cristal hoch im Kurs. Mit ihm hĂ€tten schwarze Jugendliche gefeiert, wenn sie 21 Jahre alt wurden, meinte Jay-Z in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNBC. Als aber Louis Roederer-Chef Frederic Rouzaud 2006 dem Economist gegenĂŒber anmerkte, er beobachte das mit Neugier, könne es "diesen Leuten" aber nicht verbieten, wertete dies die Hiphop-Kultur als rassistisch. Und suchte nach einem anderen GetrĂ€nk.

Ab diesem Moment verhalf Jay-Z der damals weitgehend unbekannten Champagner-Marke Armand de Brignac zu einer grĂ¶ĂŸeren PopularitĂ€t. Er platzierte die goldenen Flaschen mit dem schwarzen Pik-Ass-Logo in seinen Musikvideos. 

Wie viel Geld aber jetzt bei diesem Deal geflossen ist, blieb geheim.

Promille mit Botschaft

(Hoch-)Prozentiges liegt gerade Musikern offenbar ĂŒberhaupt am Herzen. Der kanadische Rapper Drake, der ĂŒbrigens seine Songs auf einem Bösendorfer-FlĂŒgel einstudiert, bewirbt mit Virginia Black seine eigene Whiskey-Marke.

 

Rapperkollege P. Diddy ist im Jahr 2007 bei der Wodkamarke Ciroc eingestiegen. Justin Timberlake hat etwas fĂŒr den Tequila Sauza 901 ĂŒber. George Clooney und dessen Freund und Cindy Crawford-Ehemann Rande Gerber haben sich von ihrer Tequila-Marke Casamigos ĂŒbrigens schon vor vier Jahren getrennt: Der britische GetrĂ€nkemulti Diageo kaufte sie fĂŒr 700 Mio. US-Dollar. Cheers!  

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