Zwei Personen liegen nebeneinander im Bett und benutzen jeweils ein Smartphone im Dunkeln.
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Handy-Verbot im Bett: So denken Österreichs Paare darüber

Im Schlafzimmer hat das Handy nichts zu suchen, finden viele Österreicherinnen und Österreicher. Das zeigt eine neue Studie.

Ob daheim, unterwegs oder bei der Arbeit: Das Handy ist immer und überall dabei. Studien zufolge wünschen sich aber viele Menschen, dass sich das ändert. So zeigte eine Österreich-Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte aus dem Jahr 2025, dass sechs von zehn Befragten den Mobiltelefon-Konsum künftig einschränken möchten. Auch der Wunsch nach handyfreien Zonen wird immer größer. 

Das ergibt eine aktuelle Parship-Umfrage, die vom Meinungsforschungsinstitut marketagent* durchgeführt wurde: Fast die Hälfte aller liierten Österreicherinnen und Österreicher (48 %) betrachtet das Schlafzimmer als strikte handyfreie Zone. Je älter die Befragten, desto eher ist das Mobiltelefon dort tabu: Nur 28 Prozent der unter 40-Jährigen verzichten auf ihr Smartphone im Schlafzimmer, bei älteren Befragten sind es hingegen 58 Prozent, also mehr als doppelt so viele. 

*Befragt wurden 1.069 Österreicherinnen und Österreicher im Alter zwischen 18 und 75 Jahren, davon 739 liierte Personen.

Am konsequentesten zeigen sich die 60- bis 75-Jährigen: Drei von vier Befragten haben das Handy aus dem Schlafzimmer verbannt. Zwischen Männern und Frauen zeigen sich zum Thema Handynutzung in der Partnerschaft keine großen Unterschiede, sie sind sich in allen Fragen recht einig.

Auch bei gemeinsamen Mahlzeiten soll auf die Bildschirmzeit verzichtet werden: Das gaben 71 Prozent der liierten Österreicherinnen und Österreicher an. Je älter die Befragten, desto eher sind Mobiltelefone auch am Esstisch tabu. Ein weiteres gemeinsames Anliegen: Im Urlaub möchten knapp zwei Drittel der Paare, egal welchen Alters, bewusst weniger Zeit mit dem Handy verbringen.

Vier von zehn Befragten gaben zudem an, dass ihr Partner zu viel Zeit am Handy verbringt. 27 Prozent werfen ihm dies auch vor. Zu echten Konflikten in der Partnerschaft aufgrund der Handynutzung kommt es bei 22 Prozent der Paare. Hier zeigt sich erneut ein klares Altersgefälle: Bei den Jüngeren (unter 40 Jahren) ist das Konfliktpotenzial mit 34 Prozent deutlich höher als bei den Älteren (16 %).

Viele Paare wünschen sich klare Grenzen, verbindliche Regeln sind jedoch die Ausnahme: Lediglich 16 Prozent haben feste handyfreie Zeiten vereinbart und nur 14 Prozent setzen auf zeitliche Limits bei der Handynutzung. Hier gilt: Je jünger, desto eher werden Regeln vereinbart, wie viel Raum dem Handy in der Beziehung gegeben wird.

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